Covid-19: Portugiesische Unternehmen schaffen ein neues Medikament

By TPN/Lusa, in Nachrichten · 22-12-2020 08:00:00 · 0 Kommentare

Mehrere Unternehmen im Biocant Park von Cantanhede, im Bezirk Coimbra, entwickeln biotechnologische Projekte, um auf die Covid-19-Pandemie zu reagieren, darunter ein stammzellenbasiertes Medikament.

Laut einer Mitteilung dieses Technologieparks hat das Unternehmen Crioestaminal, ein führendes Labor für Stammzellen in Portugal und eines der größten in Europa, ein experimentelles Medikament auf der Basis von Stammzellen aus expandiertem Nabelschnurgewebe entwickelt, um schwerkranke Patienten mit Covid-19 zu behandeln.

Das experimentelle Medikament, das bereits für den Einsatz in Krankenhäusern verfügbar ist, wurde in der jüngsten Produktionseinheit für Zelltherapie-Medikamente des Unternehmens entwickelt, mit einer Investition von rund 1 Million Euro, so die Mitteilung.

Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus SARS-COV-2, das für die Erkrankung von covid-19 verantwortlich ist, ist ein weiteres der laufenden Projekte im Biocant Park von Cantanhede, aus der Hand der Firma Immunethep.

Laut dem Geschäftsführer Bruno Santos ist das Unternehmen motiviert "durch die Entwicklung einer nationalen Lösung, die es erlaubt, die Menschen so schnell wie möglich zu impfen und zu schützen".

Immunethep nutzte seine Erfahrung auf dem Gebiet der Immuntherapie, um die Entwicklung dieses Impfstoffs, der durch Inhalation verabreicht wird und jetzt in Tierversuchen getestet wird, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung und Innovation im Gesundheitswesen aus Porto durchzuführen.

Das Mikrobiologie-Labor, die auf Mikrobiologie spezialisierte Einheit der Biocant - Technology Transfer Association, hat in Zusammenarbeit mit der Firma Biocant R&D eine innovative und in Portugal einzigartige Methodik entwickelt, die ArCovid19 genannt wird und den Nachweis des Vorhandenseins von SARS-CoV- 2 in Luftproben ermöglicht.

Laut Joana Branco, Geschäftsführerin der Biocant Association, kann diese Methodik "in kritischen Umgebungen wie Intensivstationen, Continuing Care, Pflegeheimen und verschiedenen Krankenhausdiensten relevant sein, um das Vorhandensein des Virus frühzeitig zu erkennen und so neue Übertragungsketten zu verhindern".

Das Konsortium sieht vor, dass es in einem zweiten Moment möglich sein wird, die entwickelte Technologie in anderen Räumen anzuwenden, wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufszentren, Räume, in denen das Gedränge von Menschen und die Möglichkeit der Verbreitung von SARS-CoV-2 höher ist.



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