Projekt zur Bioregeneration von Metallen aus Minen

By TPN/Lusa, in Nachrichten, Regional · 23-01-2021 18:00:00 · 0 Kommentare

Die Universität Coimbra (UC) leitet ein europäisches Projekt zur Verwertung von Abfällen aus dem Bergbau und leistet damit einen Beitrag zum europäischen Green Deal, teilte die Einrichtung mit.

Das Projekt mit dem Namen "REVIVING - revisiting mining tailings to innovate metals biorecovery", das von der Europäischen Union (EU) mit 1,2 Millionen Euro gefördert wurde, hat als Partner Forscher und Unternehmen, die mit dem Bergbausektor in Frankreich, Rumänien und Portugal verbunden sind, verrät die UC in einer Mitteilung an die Agentur Lusa.

Laut Paula Morais, Professorin an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der UC und Koordinatorin des Projekts, wird REVIVING "die Nutzung von mikrobiellen Gemeinschaften aus ihren eigenen Abfällen bei der Auslaugung von wertvollen Metallen untersuchen, um das Problem der Rückführung von Abfällen in den Produktionskreislauf anzugehen und so den Übergang der EU zu einer Kreislaufwirtschaft zu unterstützen".

Generell soll ein neues Konzept der Biolixivierung erforscht werden. Dieses neue Konzept, fügt der Forscher vom Zentrum für Maschinenbau, Materialien und Prozesse (CEMMPRE) der Universität hinzu, "besteht aus der Manipulation des Mikrobioms von Abfällen (eine Gruppe von mikrobiellen Gemeinschaften, die sich im Abfall befinden) und der Hydrometallurgie mit der Anwendung von Unterdruck.

Die Forscher werden die neuen molekularen Techniken "Next -Generation Sequencing" verwenden und die "Freisetzung von Metall nach der Bioprozessierung unter Verwendung von Unterdruck als innovative Strategie für die Metallextraktion und als Möglichkeit zur Überwindung der Heterogenität von Material (oder Materialien) in fester Phase" untersuchen, erklärt Paula Morais.

Am Ende des dreijährigen Projekts wird ein Pilotsystem in der größten Wolframmine Europas - der Panasqueira-Mine (in der Gegend von Covilhã) - implementiert, mit dem Ziel, giftige Bergbauabfälle unter dem Aspekt der Kreislaufwirtschaft in Rohstoffe umzuwandeln.

Die Professorin und Forscherin betont außerdem, dass in Europa "jährlich mehr als 300 Millionen Tonnen Bergbau- und Rohstoffabfälle produziert werden".

Weltweit, so fügt sie hinzu, "ist die Nachfrage nach Metallen, sowohl in der Menge als auch in der Vielfalt, aufgrund ihrer Verwendung in der Technologie im Allgemeinen und insbesondere in den modernen, umweltfreundlichen Technologien der europäischen Industrie gewachsen".

Als Teil des Starts dieses Projekts findet am 25. Januar um 14 Uhr ein Webinar zum Thema "Rohstoffe, ein Schlüsselfaktor bei der Unterstützung des europäischen Green Deal" statt.

Die Initiative bringt Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen und zielt laut UC darauf ab, zu diskutieren, wie neue biobasierte Technologien - "nature based" - dabei helfen können, Rohstoffe aus sekundären Ressourcen zu gewinnen und so zu den Zielen des Europäischen Green Deals beizutragen.

Die Anmeldung für das "Webinar" kann unter https://forms.gle/DsK5ttyMFa2c6Ew87erfolgen.



Zum Thema passende Artikel


Kommentare:

Seien Sie der erste Kommentar
Interaktive Themen, senden Sie uns Ihre Kommentare/Meinung zu diesem Artikel

Bitte beachten Sie, dass The Portugal News möglicherweise ausgewählte Kommentare in der gedruckten Ausgabe der Zeitung verwendet.