Reduktion von Kupfer im Weinberg

By TPN/Lusa, in Nachrichten, Weingut Rubrik , Essen und Wein · 19-02-2021 01:00:00 · 0 Kommentare

Ein internationales Konsortium im Weinsektor entwickelt das Projekt COPPEREPLACE, das den Einsatz von Kupfer in Weinbergen reduzieren soll.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts setzen Weinbauern Kupferfungizide zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus in den Weinbergen ein. Kupfer ist jedoch ein nicht abbaubares Schwermetall und dieser Prozess kann dazu führen, dass sich das Metall sowohl im Oberboden ansammelt als auch in das Wasser auslaugt, was negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Der Verband für die Entwicklung des Douro-Weinbaus (ADVID) mit Sitz in Vila Real ist Teil dieses Projekts, das von der spanischen Plataforma Tecnológica del Vino (PTV) durch ihre Abteilung für technische Dienstleistungen und das Collaborative Laboratory of vine and Wine (CoLAB Vines & Wines) geleitet wird.

Die Initiative bringt 13 Partner aus Portugal, Spanien und Frankreich zusammen, die sich laut der von ADVID veröffentlichten Erklärung zusammengefunden haben, "um den Einsatz von Kupfer im Weinbau sowie dessen Auswirkungen auf die Umwelt deutlich zu reduzieren".

Es sei "eine innovative Initiative, die sich auf Europa konzentriert und deren Ziel es ist, integrierte, nachhaltige Lösungen anzubieten, die auf umweltfreundliche Produktionsmethoden ausgerichtet sind".

Laut der Erklärung ist das Ziel des Projekts, "eine Reihe von integrierten, innovativen und praktikablen Lösungen zu validieren, um die Verwendung von Kupfer zu reduzieren" und die Lösungen "werden übertragbar und dauerhaft sein, so dass der Weinsektor die europäischen Gesetze einhält".

Das Konsortium bildete Arbeitsgruppen für verschiedene Studien und Untersuchungen, wie z.B. das Testen und Implementieren neuer Produkte, die Kupfer als Mittel zur Krankheitsbekämpfung in Weinbergen ersetzen, sowie die Identifizierung von Böden, die anfällig für Kupferverunreinigungen sind, und die Implementierung neuer Techniken zur Bodensanierung und Auswirkungen auf das Wiederauftreten von Pilzkrankheiten.

Außerdem wird eine Bewertung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen des neuen Weinberg-Management-Tools durchgeführt und ein Wissensnetzwerk zu alternativen Verwendungen von Kupfer in Weinbergen und Techniken zur Bodensanierung geschaffen.



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