Könnten Ihre Kopfhörer gesundheitliche Probleme verursachen?

By PA/TPN, in Gesundheit & Umwelt · 16-04-2021 01:00:00 · 0 Kommentare

Ob Sie nun Airpods oder ein Headset verwenden, viele von uns verlassen sich bei der Arbeit zu Hause auf Kopfhörer. Liz Connor erfährt mehr über die Reduzierung ihrer Schäden.

Ein anständiges Paar Kopfhörer kann ein Lebensretter in der Klausur sein. Sie können die Außengeräusche von lauten Mitbewohnern oder Kindern ausblenden, sodass Sie sich wirklich auf Ihr Zoom-Meeting konzentrieren können. Oder sie können als lebenswichtiges Konzentrationswerkzeug dienen, das Ihnen dabei hilft, eine drohende Arbeitsfrist einzuhalten.

Experten warnen jedoch davor, dass sowohl Over-Ear- als auch Ohrstöpsel-Varianten das Gehör schädigen können, vor allem, wenn man sie zu lange benutzt oder zu laut Musik abspielt, wenn man sie nicht richtig benutzt. Kürzlich hat Apple eine neue Sicherheitsfunktion eingeführt, die dafür sorgt, dass die Lautstärke von iPhone- oder AirPod-Kopfhörern automatisch gedrosselt wird, wenn sie länger als vier Stunden pro Woche über 90 Dezibel liegt, um die Ohren der Nutzer zu schützen.

Aber wenn Sie Ihre eigene Nutzung überwachen, wie können Sie Ihre Ohren schützen und unnötige Schäden vermeiden? Wir haben Experten gebeten, uns das zu verraten.

Was ist das Risiko von lauten Kopfhörern?

"Ein gesundes Ohr verfügt über einige eingebaute Schutzmechanismen, um zu verhindern, dass laute Geräusche Schaden anrichten", erklärt Joseph Manjaly, Facharzt für Ohrenheilkunde und Hörchirurgie bei OneWelbeck. "Wir wissen jedoch, dass sowohl längere Zeiträume, in denen wir lauten Geräuschen ausgesetzt sind, als auch sehr laute, plötzliche Geräusche irreversible Innenohrschäden verursachen können, die zu Hörverlust und Tinnitus führen.

"Es ist wichtig, die Anzahl der Stunden pro Tag zu begrenzen, in denen man Kopfhörer mit hoher Lautstärke benutzt, und man sollte auch vermeiden, mit Kopfhörern, die Musik abspielen, einzuschlafen."

Sind In-Ear-Kopfhörer ein größeres Gesundheitsrisiko als Over-Ear-Kopfhörer?

"Nein, was wichtig ist, ist die Gesamtlautstärke des Tons, der in die Ohren gespielt wird", sagt Manjaly. "Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine wöchentliche Gesamtbelastung von 40 Stunden mit Lautstärkepegeln von nicht mehr als 80 dB für Erwachsene und 75 dB für Kinder auf persönlichen Hörgeräten."

Müssen wir unsere Ohren bei der Verwendung von Kopfhörern schonen?

"Es hängt wirklich vom Lautstärkepegel ab und davon, wie lange man zuhört", erklärt der beratende Audiologe Wayne Ellis: "Der täglich empfohlene sichere Lautstärkepegel für alle Geräusche liegt unter 85 Dezibel, für eine maximale Dauer von acht Stunden. Das entspricht der Dauer eines achtstündigen Gesprächs mit einem Mixer.

"Eine normale Unterhaltung liegt typischerweise bei 60-70 dB, und Sie können bei diesem Pegel so lange wie Sie möchten sicher zuhören. Es lohnt sich, jede Stunde mindestens fünf Minuten Pause zu machen, um auf der sicheren Seite zu sein und den Ohren eine Pause zu gönnen. Außerdem bedeutet die Verwendung eines Lautstärkebegrenzers an Ihrem Gerät, dass Sie nicht in der Lage sind, die Musik unbemerkt aufzudrehen."

Wie können wir unsere Ohren und unser Gehör sonst noch schützen?

"Wenn Sie häufig über Kopfhörer hören, lohnt es sich, in ein Paar individuell angepasste und geräuschunterdrückende Kopfhörer zu investieren", schlägt Manjaly vor. "Diese ermöglichen es Ihnen, mit geringerer Lautstärke zu hören als sonst nötig.

"Es ist auch ratsam, in lauten Umgebungen einen Gehörschutz zu tragen, zum Beispiel, wenn Sie durch Ihren Beruf viel Lärm ausgesetzt sind.

Wenn Sie einen Hörverlust oder Tinnitus feststellen, sollten Sie einen Hörgeräteakustiker aufsuchen."

Patrick D'Haese, Audiologe bei Med-el, fügt hinzu: "Es ist besorgniserregend, dass wir, obwohl wir an regelmäßige Gesundheitschecks gewöhnt sind, es versäumen, uns um unser Gehör zu kümmern.

"Man würde nicht jahrelang ohne einen Besuch beim Zahnarzt oder Optiker auskommen, aber viele Erwachsene haben noch nie einen Hörtest gemacht. Ich rate allen, die das noch nicht getan haben, einen Termin zu vereinbaren, ihren Hausarzt oder einen Audiologen aufzusuchen und dies zu einem Teil ihrer regelmäßigen Gesundheits-Check-up-Routine zu machen."

PA/TPN



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