Ein Zuhause ist etwas viel Greifbareres, ein Spiegelbild von uns selbst.

Ich schätze, Sie und ich sind daran interessiert, ein schönes Zuhause zu schaffen, und ich für meinen Teil könnte Stunden damit verbringen, Hochglanz-Designmagazine durchzublättern, liebevoll die idealen Wohnideen von jemandem durchzugehen, Pläne als Inspiration für die Zukunft zu speichern und mich auch zu fragen, wie sie nur so viel verlangen können für, sagen wir, diese niedlichen Salz- und Pfeffersets oder fabelhaften individuell handgeschliffenen Kristallweingläser von irgendwo im tiefsten Österreich oder luxuriöse Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle, für die man eine Hypothek braucht.

Aber eines kommt mir immer in den Sinn, wenn ich diese Bilder sehe - ja, sie sind schön, sie sind faszinierend und begehrenswert, sie wecken in mir die Sehnsucht nach einem offeneren, aufgeräumteren, inspirierteren - sogar saubereren - Zuhause, aber sie sehen nicht wirklich bewohnt aus. Wer in aller Welt hat schon Kissen, die genau so sitzen, oder Tischsets, die dort bleiben, wo man sie hinlegt? Ein Haus kann mit den feinsten Möbeln gefüllt sein, die man für Geld kaufen kann, aber das macht es noch lange nicht zu einem Zuhause. Ein Zuhause ist ein Ort der Geborgenheit, ein Ort, an dem man die Schuhe ausziehen kann und sie in der Ecke stehen bleiben, bis man sie wieder braucht. Zuhause ist ein Zufluchtsort, ein Ort, an dem man die Tür schließen und den Tag ausblenden kann, vor allem, wenn er besonders schlimm oder frustrierend gewesen ist.

Zuhause ist gemütlich - Zeitungen liegen herum, die Seite mit dem halbfertigen Kreuzworträtsel ist umgeklappt, Kaffeetassen stehen auf dem Tisch, Hundekot klebt an den frisch geputzten Fenstern, Wäsche stapelt sich, die entweder gewaschen oder gebügelt werden muss (ja, auch ich habe ab und zu ein Bügeleisen benutzt!). Kühlschrankmagnete mit halb geschriebenen Einkaufslisten, die längst ersetzt wurden, oder Telefonnummern von Klempnern, Elektrikern oder Schornsteinfegern - man weiß nicht mehr, für wen, wirft sie aber nicht weg, denn sobald man sie wegwirft, weiß man wieder, für wen sie waren.

Zuhause ist gemütlich - es hat immer noch eine Delle an der Bettkante, wo Sie sich hingesetzt haben, um Socken anzuziehen, es ist der Anblick von frisch gewaschenen Laken, die im Wind flattern, Hundehaare auf dem Sofa, wo sich jemand nach Einbruch der Dunkelheit für ein Nickerchen hochgeschlichen hat, während Sie nicht hinsahen. Es ist das Bild Ihres Vaters, das ein wenig schief an der Wand hängt, über der Uhr, die seit Wochen 2.35 Uhr anzeigt und auf eine neue Batterie wartet.

Das Wichtigste: Diese Hochglanzmagazinbilder mögen perfekt sein, aber ein Zuhause ist es nicht. Ein Zuhause ist etwas Besonderes, die Menschen selbst machen es zu ihrem Zuhause. Ich liebe es zu reisen, aber wie das Sprichwort sagt - das Magische an einem Zuhause ist, dass es sich gut anfühlt, wenn man es verlässt, und es fühlt sich noch besser an, wenn man zurückkommt, und es ist schön, nach Hause in sein eigenes Bett zu kommen, selbst wenn die Laken nicht aus ägyptischer Baumwolle sind!