Was ich nicht erwartet hatte, war, dass die Kluft zwischen Scratch-Golfern und Turnierprofis so groß ist. Es ist nur so, dass sie, wie heißt es so schön, professioneller sind. Sie verhalten sich professionell, sie schwingen professionell, sie sehen professionell aus, und sie haben die Unterstützung hinter sich, die lustigerweise auch professionell ist - und das ist es, was man in diesen Zeiten braucht, um ein Turnierprofi zu sein.

Unsere Schüler am Edge Golf College wussten schon seit geraumer Zeit, dass sie am Pro-Am teilnehmen würden, aber je näher die Abschlagzeit rückte, desto klarer wurde ihnen, dass sie tatsächlich auf einem Golfplatz der European Tour mit einem European Tour Professional spielen würden. Je näher die Abschlagzeit rückte, desto nervöser und aufgeregter wurde man.

Wir hatten Robert Rock und Ross Fisher zugelost bekommen, die sich beide als wundervoll im Umgang mit den Schülern erwiesen. Ich wusste, dass unsere Schüler eine Abwechslung zur Norm sein würden, da sie auf einem hohen Amateurniveau spielen können und nicht wie die normalen Pro-Am-Teilnehmer. Für die Pros am vergangenen Mittwoch war es also großartig, drei Studenten zu haben, die buchstäblich jeden Bissen Information aufsaugen wollten und Fragen zur Flugbahn, zum Abprallen der Wedges, zu Trainingsroutinen, zu Reiseplänen, zur Gelassenheit, zu Übungsgewohnheiten, zum Coaching, zu Schwunggewichten, zum Zielpunktputten und so weiter stellten. Es stellte sich heraus, dass unsere beiden Profis an diesem Tag mehr als bereit waren, zu erzählen. Je mehr unsere Profis erzählten, desto mehr hörten die Schüler zu und desto mehr Fragen stellten sie.

Die unglaublichste Lernerfahrung war soeben gemacht worden. Und zur Abwechslung war es nicht ich, der sprach oder unterrichtete, sondern ich konnte zur Seite treten und diesen beiden Turnierprofis, die Millionen von Turniergewinnen angehäuft haben, das Coaching am vergangenen Mittwoch überlassen.

Von den vielen Lektionen, die die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag erhielten, stachen meiner Meinung nach zwei Punkte am meisten hervor:

Der erste ist, dass sie nicht über Technik nachdenken, während sie auf dem Golfplatz stehen, sondern dass sie am Dienstag an der Technik arbeiten. Der Rest der Woche ist dem Verständnis des Golfplatzes, ihrem Energielevel und einem ruhigen Auftreten während des gesamten Turniers gewidmet. Wenn sie über die Technik nachdenken, können sie nicht so viel Zeit auf Entfernungen, Grüngeschwindigkeiten, Wind und Strategie verwenden. Schließlich hätten sie, wie sie offen sagen, die ganze Arbeit schon vor dem Einsteigen ins Flugzeug erledigen müssen. Das war eine wichtige Lektion für unsere Schüler und sollte das auch für alle anderen Amateure sein. Wenn man auf dem Golfplatz ist, spielt man das Spiel, es gibt keine Zeit oder keinen Raum für etwas anderes.

Die zweite Lektion, die ich wirklich interessant fand, war, dass die Schüler feststellten, dass die Profis ihren Anteil an schlechten Schlägen haben. Der große Unterschied zwischen den Profis und unseren Schülern besteht darin, dass sie so sehr damit beschäftigt sind, was sie mit dem Ergebnis dieses schlechten Schlags machen werden, dass sie keine Zeit haben, sich zu ärgern oder den schlechten Schlag mit sich herumzutragen. In dieser zweiten Lektion wurde unseren Spielern klar, dass sie sich nicht an einen so lächerlich hohen Standard halten sollten und dass sie sich nicht ärgern sollten, wenn sie diesen Standard nicht erreichen. Denn wenn die Profis schlechte Schläge machen, sollten sie das auch tun. Der große Unterschied ist, dass sie keine Emotionen in den nächsten Schlag mitnehmen und dass sie wissen, dass sie ein kurzes Spiel haben, das den Schaden eines schlechten Schlags begrenzt. Das heißt, sie wissen, dass sie die Möglichkeit haben, Par zu spielen, und dass es nicht so schlimm ist, Par zu spielen.

All dies wurde den Schülern zuvor erklärt, aber wie wir wissen, versteht man es erst, wenn man es tatsächlich hört, sieht und erlebt, und das ist das Schöne daran, wenn man die Lernerfahrung von den Allerbesten vermittelt bekommt.

Ich könnte die nächsten vier Wochen einen Artikel über den Titleist Tour Van, die Fragestunde mit einem Tour-Pro, die Fragestunde mit Keith Waters, dem COO der European Tour, in der es um Sponsoring, Managementfirmen und die Zukunft des Golfsports ging, schreiben - eine Woche, an die ich mich noch lange erinnern werde!

Bis zum nächsten Mal, spielen Sie gut.