Die Strategie Portugal 2030 ist ein mit EU-Mitteln gefördertes Regierungsprogramm, das Pläne für den Aufschwung und die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft im portugiesischen Staatsgebiet in den nächsten zehn Jahren enthält.

In dem Dokument, das seit dem 15. November von der portugiesischen Regierung öffentlich konsultiert wird, heißt es, dass "die Verbindung eines Straßenbahnsystems Faro - Flughafen - Universität der Algarve - Parque das Cidades - Loulé - Olhão über eine Strecke von etwa 35 km unterstützt wird, das sowohl zur Dekarbonisierung des regionalen Verkehrssystems als auch zur Verkehrssicherheit beitragen wird".

Für diejenigen, die noch nie dort waren: "Parque das Cidades" ist der Name eines Bahnhofs an der Algarve-Linie, der die Ortschaft São João da Venda und das Algarve-Stadion in Faro bedient.

Das neue Projekt wird die "höchste Bevölkerungsdichte im Süden des Landes direkt abdecken, d.h. die mehr als 150.000 regelmäßigen Einwohner in städtischen und vorstädtischen Gebieten, die täglich mit ihrem eigenen Auto, oft mit nur einem Insassen, unterwegs sind".

Darüber hinaus soll "das Ein- und Aussteigen von Passagieren am Flughafen Faro unterstützt werden, die diese städtischen Zentren ansteuern, aber auch von Passagieren, die sich für eine Weiterreise mit dem Zug entscheiden".

Laut dem Vorschlag für die Mittel für 2030 ist das Regionalprogramm für die Algarve auch dasjenige, für das die Zuweisung von europäischen Mitteln am stärksten erhöht wurde, und zwar von derzeit 319 Millionen Euro in Portugal 2020 auf 780 Millionen Euro im neuen Portugal 2030.

Neben der Algarve sind weitere Hauptziele des Programms die Modernisierung des nationalen Eisenbahnnetzes mit Elektrifizierung und Sanierung einiger Abschnitte mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit zu verbessern, den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen und die Geschwindigkeit zu steigern. Außerdem soll eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Porto und Lissabon gebaut werden, die sich nach Norden bis nach Galicien erstreckt und eine erhebliche Verkürzung der Reisezeiten ermöglicht, wodurch unter anderem der Luftverkehr zwischen Porto und Lissabon ersetzt werden kann.

Diese Bauarbeiten sind Teil des Vorschlags für die Verteilung der Mittel für Portugal 2030, der bis zum 30. November zur öffentlichen Konsultation steht. Das Dokument ist unter https://www.consultalex.gov.pt/ConsultaPublica_Detail.aspx?Consulta_Id=228 abrufbar.