Frage: Was sind NFTs?

Antwort: NFT steht für Non-Fungible Token. Nicht fungibel bedeutet, dass er einzigartig ist und nicht repliziert werden kann. Ein Bitcoin ist fungibel in dem Sinne, dass sie alle gleich sind. Eine einmalige Fußball-Sammelkarte wäre nicht fungibel und erhält ihren Wert durch ihre Seltenheit.

Ein nicht fungibler Token ist also eine nicht austauschbare Einheit von Daten, die auf einer Blockchain gespeichert ist und verkauft und gehandelt werden kann. Beispiele für Datentypen, die als NFT auf der Blockchain gespeichert werden können, sind viele Arten von digitalen Dateien, darunter Fotos, Videos und Musik.

Die allererste NFT wurde von Kevin McCoy und Anil Dash im Jahr 2014 erstellt. Sie bestand aus einem Videoclip, der von McCoys Frau Jennifer aufgenommen wurde. McCoy registrierte das Video auf der Namecoin-Blockchain. Damals bezeichneten sie die Technologie als "monetarisierte Grafiken". NFTs bekamen mehr Interesse, als der ERC-721-Standard im Jahr 2017 erschien, später im selben Jahr erschien die berühmte Cryptokitties-Website, die handelbare Katzen-NFTs verkaufte.

Die große Mehrheit der NFTs nutzt die Ethereum-Blockchain. Ethereum ist eine Kryptowährung, wie Bitcoin oder Litecoin, aber seine Blockchain unterstützt auch diese NFTs, die zusätzliche Informationen speichern.

NFTs behaupten, ein öffentliches Echtheitszertifikat (d. h. einen Eigentumsnachweis) zu liefern, aber die Entwicklung steht noch am Anfang, und die Rechtslage in Bezug auf NFTs ist in vielen Ländern noch unsicher.

Das Konzept, eine NFT zu erstellen und auf der Etherum-Blockchain zu prägen, ist ein Prozess, mit dem sich bereits viele Schöpfer von Kunstwerken und Musik beschäftigt haben - allerdings muss man bei Investitionen in NFTs sehr vorsichtig sein - OpenSea (der weltweit größte NFT-Marktplatz) gab kürzlich bekannt, dass 80 % aller auf seiner Plattform zum Verkauf stehenden NFTs Betrug waren - Sie sind gewarnt!

Der derzeitige britische Schatzkanzler Rishi Sunak mischt mit und kündigte kürzlich an, dass die Royal Mint einen nicht-fungiblen Token (NFT) auf den Markt bringen wird, um Großbritannien zu einem "globalen Kryptoasset-Hub" zu machen!

In Zukunft könnten NFTs auch die Identität von Personen und sogar Eigentumsrechte repräsentieren.

Frage: War Bitcoin die erste Kryptowährung?

Antwort: Ja: Bitcoin (BTC), das 2009 eingeführt wurde, ist heute sicherlich die größte (nach Marktkapitalisierung) und bekannteste Kryptowährung der Welt. Es gab jedoch eine Reihe anderer erfolgloser Versuche, digitales Geld zu schaffen.

Im Jahr 1989 schuf David Chaum, der bekannte amerikanische Kryptograph, eCash und gründete sein Unternehmen DigiCash. Leider ging das Unternehmen 1998 in Konkurs, doch viele seiner Technologien wurden in späteren Versuchen zur Schaffung einer digitalen Währung verwendet.

Gerade als DigiCash in Konkurs ging, gründete ein versierter Computeringenieur namens Wei Dai 1998 B-Money - nach seinen eigenen Worten "ein anonymes, verteiltes elektronisches Geldsystem". Er war nicht in der Lage, genügend Kapital zu beschaffen, um es auf den Weg zu bringen, und es wurde nie gestartet - allerdings verwies Sataoshi Nakamoto etwa 10 Jahre später in seinen White Papers auf Elemente des B-Money-Systems.

1996 gründeten Douglas Jackson und Barry Downey E-Gold - ein digitales Währungssystem, das durch Goldreserven in Tresoren in London und Dubai gestützt wurde. Obwohl sie sich bemühten, der kriminellen Nutzung von E-Gold entgegenzuwirken, wurden sie schließlich für schuldig befunden, ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsunternehmen zu betreiben, und das Unternehmen wurde geschlossen.

1997 erfand Adam Back (der derzeitige CEO von Blockstream) Hashcash, das auch heute noch im Bitcoin-Mining-Prozess verwendet wird. Dieses Proof-of-Work-System wurde ursprünglich entwickelt, um E-Mail-Spamming und Denial-of-Service-Angriffe einzudämmen. Wieder einmal bezieht sich Satoshi Nakamoto in seinem berühmten Whitepaper von 2008 direkt auf den Hashcat-Algorithmus von Adam Back.

Ebenfalls 1998 entwickelte ein anderer kluger Informatiker namens Nick Szabo Bitgold - auch hier wurde es nie implementiert, obwohl es der aktuellen Bitcoin-Architektur am nächsten kam.

Obwohl Satoshi Nakamoto zu Recht für die Erfindung von Bitcoin verantwortlich gemacht wird, ist klar, dass er auf den Schultern von Giganten stand.

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Von Stephen Whitelaw (https://bringbackmycrypto.com)