"Dies ist ein struktureller Faktor in der portugiesischen Wirtschaft. Die portugiesische Wirtschaft war leider schon immer eine weniger fortgeschrittene Wirtschaft als ein wesentlicher Teil der Volkswirtschaften der Europäischen Union[EU] und der Eurozone, insbesondere der Volkswirtschaften Mittel- und Nordeuropas", sagte Joaquim Miranda Sarmento.
"Wir sind innerhalb der Gruppe der 27 und insbesondere innerhalb der Gruppe der 20 in der Eurozone leider immer noch eine der am wenigsten fortgeschrittenen Volkswirtschaften, aber das ist historisch und strukturell bedingt und reicht viele Jahrzehnte zurück", bekräftigte Joaquim Miranda Sarmento bei seiner Ankunft in der Eurogruppe in Brüssel.
Dem Minister zufolge gibt es jedoch ein "nominales und reales Lohnwachstum in allen Tätigkeitsbereichen und für praktisch alle Berufsprofile".
Portugal hat also "einen Weg der Konvergenz beschritten, sowohl beim Wirtschaftswachstum als auch beim Lohnwachstum", um zu versuchen, dem entgegenzuwirken, bemerkte er.
"Die Löhne steigen im Durchschnitt real um mehr als 4 %, was bedeutet, dass die Familien im Allgemeinen [...] eine Verbesserung ihres Einkommens, ihrer Löhne, ihrer Kaufkraft und ihres Lebensstandards erfahren, und dies ist ein Weg der Konvergenz, den das Land gehen muss", fügte Joaquim Miranda Sarmento hinzu.
Durchschnittliches Gehalt
Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Vollzeitbeschäftigten in Portugal lag im Jahr 2024 bei 24.818 € und damit unter dem EU-Median von 39.800 €, womit das Land an zehnter Stelle der Länder mit den niedrigsten Löhnen lag, wie heute bekannt gegeben wurde.
Aus den vom statistischen Amt der EU, Eurostat, veröffentlichten Daten geht hervor, dass der durchschnittliche bereinigte Jahreslohn für Vollzeitbeschäftigte in der EU im vergangenen Jahr 39 800 EUR betrug, was einem Anstieg von 5,2 % gegenüber den 37 800 EUR im Jahr 2023 entspricht.
In Portugal lag dieser Wert im Jahr 2024 bei 24.818 Euro, gegenüber 23.184 Euro im Jahr 2023 und 21.131 Euro im Jahr 2022.
Portugal liegt damit auf Platz 10 der Länder mit dem niedrigsten durchschnittlichen Jahreslohn, übertroffen von Ländern wie Bulgarien (15.387 €), Griechenland (17.954 €), Ungarn (18.461 €), der Slowakei (20.287 €), Rumänien (21.108 €), Polen (21.246 €), Lettland (22.262 €), Kroatien (23.446 €) und der Tschechischen Republik (23.998 €).
Über alle EU-Länder hinweg wurde das höchste durchschnittliche bereinigte Vollzeitjahresgehalt in Luxemburg (83.000 Euro) verzeichnet, gefolgt von Dänemark (71.600 Euro) und Irland (61.100 Euro).







