Nach Angaben der Gemeinsamen Forschungsstelle(GFS) der Europäischen Union (EU) werden zusätzlich zu den bereits geplanten 289.000 Wohnungen mindestens 176.600 weitere Wohnungen benötigt, so dass bis zum Jahr 2035 insgesamt rund 465.000 Wohnungen entstehen werden. Die Studie stellt einen wachsenden Bedarf fest, der durch demografische und touristische Faktoren sowie den Verfall des vorhandenen Wohnungsbestands bedingt ist, und geht davon aus, dass sich die zur Deckung dieses Bedarfs erforderlichen Investitionen in den nächsten zehn Jahren auf etwa 1,68 Milliarden Euro belaufen werden.
Nach Angaben des Jornal de Negócios werden in den acht am stärksten belasteten Gebieten Portugals - darunter Lissabon, Porto, die Algarve und Madeira - 180 000 zusätzliche Wohnungen benötigt, was einem Anstieg von 16 % im Vergleich zum letzten Jahrzehnt entspricht, um den Bedarf zu decken. Zwischen 2015 und 2024 wurden nur 156.820 Wohnungen gebaut, eine Zahl, die als unzureichend angesehen wird. Die GFS erklärt, dass "die wichtigsten Städte und Hauptstädte aufgrund des kontinuierlichen Bevölkerungswachstums, der Urbanisierungstendenzen und der begrenzten Verfügbarkeit von Grundstücken in Zukunft mit dem größten Wohnungsdruck konfrontiert sein dürften".
Um den Wohnungsbedarf dieser großen Gebiete zu decken, werden bis 2035 etwa 124 000 zusätzliche Wohnungen benötigt. "Viele Küsten- und Fremdenverkehrsregionen haben einen hohen Bedarf, der bereits durch hohe Belegungszahlen gekennzeichnet ist", heißt es in dem europäischen Bericht, was den Druck auf das Angebot in strategischen städtischen Gebieten noch verstärkt.
Die Europäische Kommission schlägt in ihrem Wohnungsbaupaket Maßnahmen vor, die Innovationen im Bauwesen umfassen, wie etwa moderne Methoden, die den Ressourcenverbrauch minimieren, sowie die Digitalisierung von Prozessen.
Zu den vorgestellten Lösungen gehören auch die Verringerung der Auswirkungen von Kurzzeitmieten, die Vereinfachung bürokratischer Planungs- und Genehmigungsverfahren und die Bekämpfung der Immobilienspekulation, um den Zugang zu Wohnraum nachhaltiger zu gestalten.








