Der Sturm zog am frühen Mittwoch durch das zentrale Festland Portugals und brachte Winde von mehr als 200 km/h und sintflutartige Regenfälle mit sich. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, während Häuser, Fabriken und wichtige Infrastrukturen schwer beschädigt wurden. Nach Angaben der Behörden fielen durch das extreme Wetter auch Hunderttausende von Haushalten ohne Strom aus.
Montenegro teilte mit, dass der staatliche Kreditgeber Banco de Fomento ein Kreditprogramm in Höhe von 1 Milliarde Euro auflegen wird, um den Wiederaufbau von durch den Sturm beschädigten und nicht versicherten Fabriken zu unterstützen. Ein weiteres Finanzierungsprogramm in Höhe von 500 Mio. EUR wird zur Unterstützung von Unternehmen bereitgestellt, die mit unmittelbaren Cashflow-Problemen zu kämpfen haben.
Die verbleibenden 1 Mrd. € sind für die Unterstützung von Einzelpersonen bei der Erholung bestimmt. Dazu gehören finanzielle Hilfen für den Wiederaufbau nicht versicherter Eigenheime (bis zu 10 000 EUR pro Haushalt) sowie Sozialversicherungszahlungen für Personen, die Einkommensverluste erlitten haben oder in Not geraten sind. Diese Zuschüsse belaufen sich auf bis zu 537 € pro Person und Monat bzw. 1.075 € pro Familie.
Montenegro kündigte außerdem an, dass die Wiederaufbauarbeiten aufgrund der außergewöhnlichen Umstände" beschleunigt werden und die Projekte von der Genehmigungspflicht sowie von vorherigen städtebaulichen, ökologischen und verwaltungstechnischen Genehmigungen ausgenommen werden.
Portugal hat den Katastrophenzustand ausgerufen - die höchste Katastrophenschutzstufe des Landes - und den Behörden damit weitreichende Befugnisse zur Reaktion auf größere Katastrophen übertragen. Die Maßnahme ermöglicht eine schnellere Entsendung von Rettungsdiensten und Streitkräften, beschleunigt die Beschaffung und erlaubt es den Behörden, den Zugang zu stark betroffenen Gebieten zu beschränken, ohne die verfassungsmäßigen Rechte einzuschränken.
Fast 180 000 Haushalte waren am Sonntag immer noch ohne Strom, da der Netzbetreiber REN und der Stromversorger E-Redes rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiteten, wie die Unternehmen mitteilten.







