Der Februar war der fünfte Monat in Folge, in dem die Übernachtungszahlen rückläufig waren, wie aus den Daten des Regionalen Statistikdienstes(SREA) hervorgeht.
"Im Januar verzeichneten alle Beherbergungsbetriebe (Hotels, lokale Unterkünfte und Landtourismus) auf den Azoren 121.200 Übernachtungen, was einem Rückgang von 9,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht", heißt es im Bericht über die touristische Aktivität der SREA.
Seit September liegt die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben der Region unter der des Vorjahreszeitraums.
Im September lag der Rückgang bei 1,2 %, im Oktober bei 2 %, im November bei 6,8 % und im Dezember bei 5,1 %.
Im ersten Monat des Jahres verzeichneten die Azoren 44.300 Gäste (minus 9,8 %) mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,73 Nächten (minus 0,1 %). Nach Angaben der SREA steht der Rückgang der Übernachtungen auf dem Archipel im Januar im Gegensatz zum nationalen Durchschnitt, der einen Anstieg von 2 % verzeichnete.
Von den mehr als 121.000 Übernachtungen, die in diesem Monat auf den Azoren registriert wurden, entfielen 66.600 (55%) auf inländische Touristen und 54.600 (45%) auf ausländische Touristen.
In beiden Fällen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang zu verzeichnen, der allerdings auf dem ausländischen Markt (15,7 %) stärker ausfiel als auf dem inländischen (4,5 %).
Ausländische Märkte
Unter den ausländischen Märkten war Deutschland mit 10.500 Übernachtungen (19,3% der Übernachtungen von Ausländern) der größte Quellmarkt, was einem Rückgang von 12,2% gegenüber Januar 2025 entspricht.
An zweiter Stelle stehen die Vereinigten Staaten von Amerika mit 7.400 Übernachtungen (13,5%), was einem Rückgang von 28,9% entspricht, und an dritter Stelle Kanada mit 6.100 Übernachtungen (11,3%) und einem Rückgang von 1,1%.
Polen (14,9 %), Österreich (8,1 %) und die Schweiz (5,9 %) waren die Märkte mit dem größten Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, während die Slowakei (-49 %), Israel (-35,5 %) und Spanien (-30,2 %) die größten Rückgänge verzeichneten.
Arten von Unterkünften
Mit 77 900 Übernachtungen entfielen im Januar 64,3 % der Touristenübernachtungen auf dem Archipel auf Hotels, gefolgt von lokalen Unterkünften mit 39 400 Übernachtungen (32,5 %) und dem Landtourismus mit 3 800 Übernachtungen (3,2 %).
Hotels waren auch die Beherbergungsart, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den geringsten Rückgang zu verzeichnen hatte (-3,8 %), gefolgt von lokalen Unterkünften (-18,9 %) und dem Landtourismus (-20,5 %).
Daten nach Inseln
Betrachtet man nur die Hotels und lokalen Beherbergungsbetriebe, auf die im Januar 96,8 % der Übernachtungen entfielen, so verzeichneten nur drei der neun Inseln des Archipels eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr: São Jorge (19,2%), Santa Maria (18,2%) und Graciosa (12,3%).
Pico verzeichnete den größten Rückgang (-16,6%), gefolgt von São Miguel (-11,2%), Corvo (-9,9%), Terceira (-6,5%), Flores (-5,5%) und Faial (-3,1%).
Auf die Insel São Miguel, die größte des Archipels, entfielen in diesem Monat 70,8% der Übernachtungen in Hotels und lokalen Unterkünften (83.100), gefolgt von Terceira mit 20.100 Übernachtungen (17,1%), Faial mit 6.200 Übernachtungen (5,3%) und Pico mit 3.400 Übernachtungen (2,9%).
Mit Ausnahme von São Miguel hatte der einheimische Markt auf allen Inseln den größten Anteil an den Übernachtungen, am stärksten auf Santa Maria (87,4%), Graciosa (85,7%) und Terceira (76,1%).
Ausländischer Markt nach Inseln
Unter den ausländischen Märkten hatte der deutsche Markt das größte Gewicht auf São Miguel (10,5 %), Flores (7,7 %) und Pico (7,4 %), während der spanische Markt auf Corvo (9,6 %) herausragte.
Auf den Inseln Graciosa (8,4 %), Faial (5,4 %) und Santa Maria (3,2 %) war der nordamerikanische Markt der wichtigste ausländische Markt, auf São Jorge der kanadische Markt (5,4 %) und auf Terceira der britische Markt (4,3 %).
Bettenbelegung
Im Hotelsektor sank die Nettobettenauslastung im Januar auf 20,8 % (minus 1,7 Prozentpunkte), während die Gesamteinnahmen um 1,3 % auf 5 Millionen Euro stiegen.
Der Landtourismus verzeichnete eine Nettobettenauslastung von 13,6 % (minus 0,2 Prozentpunkte) und Gesamteinnahmen von 441 400 € (minus 9,1 %).
Für die Beherbergungsbetriebe vor Ort werden keine Angaben zu den Einnahmen gemacht, aber die Brutto-Bettenbelegungsrate lag bei 16,8 % (minus 2 Prozentpunkte).
Dem Bericht zufolge meldeten 70,4 % der aktiven lokalen Beherbergungsbetriebe im Januar keine Gästebewegungen (ein Anstieg um 5,3 Prozentpunkte).






