Nach Prognosen des Nationalen Verbands der Kraftstoffeinzelhändler(ANAREC) könnten die Diesel- und Benzinpreise aufgrund der Instabilität der internationalen Märkte um bis zu 0,10 € pro Liter steigen.

Obwohl der endgültige Preis erst am Freitag festgesetzt wird, zeichnet sich an den Aktienmärkten derzeit eine "deutliche Verschlechterung" ab, die vor allem auf die Eskalation des Konflikts im Iran und den daraus resultierenden Druck auf die Ölpreise zurückzuführen ist.

Erheblicher Anstieg

Dieser Preisanstieg ist auf einen deutlichen Anstieg des Rohöls der Sorte Brent zurückzuführen, die als Benchmark für den europäischen Markt gilt und seit letztem Freitag um mehr als 17 % gestiegen ist. Zum ersten Mal seit dem Sommer 2024 überschritt Brent die Marke von 85 $ und stabilisierte sich anschließend über 83 $.

Nach Ansicht von António Comprido, Generalsekretär des EPCOL, sind die Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise in Portugal fast unvermeidlich, da der nationale Preisbildungsmechanismus auf den Durchschnittspreisen der Vorwoche basiert. Diese Besorgnis wird durch die Tatsache verstärkt, dass die Preise für raffinierte Produkte (Benzin und Diesel) noch schneller steigen als die Preise für Rohöl selbst.

In Anbetracht dieses Szenarios wird den Verbrauchern empfohlen, ihre Tanks vor dem kommenden Sonntag zu füllen. Während die Branche auf die endgültigen Wochenschlusszahlen wartet, bleibt abzuwarten, ob die Regierung steuerlich eingreifen wird, um diesen Energieschock abzufedern

Bislang hat das Finanzministerium nicht bestätigt, ob es eine Anpassung der Abfederungsmaßnahmen, wie z. B. eine Senkung der ISP (Sonderverbrauchssteuer), in Erwägung zieht, um den voraussichtlich stärksten wöchentlichen Preisanstieg der letzten Jahre einzudämmen, der sich unmittelbar auf die Lebenshaltungskosten und die Inflation in Portugal auswirkt.