Portugal gilt nach wie vor als eines der erschwinglicheren Länder in Westeuropa, aber wo Sie wohnen, macht einen großen Unterschied bei den monatlichen Ausgaben. Lissabon, Porto und weite Teile der Algarve sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden, vor allem bei den Wohnkosten. Für Expats und Fernarbeiter, die ihren Wohnort frei wählen können, kann ein Umzug weg von den großen Küstenstädten die Lebenshaltungskosten erheblich senken.
Grund für die niedrigen Lebenshaltungskosten
Das Wohnen ist der Hauptgrund dafür, dass einige Teile Portugals nach wie vor weitaus billiger sind als andere. Die Preise in Lissabon gehören inzwischen zu den höchsten des Landes, und auch die Mietkosten in beliebten Küstengebieten sind aufgrund des Tourismus und der internationalen Nachfrage gestiegen. In den Regionen im Landesinneren, insbesondere im Norden, in der Mitte und im Alentejo, spiegeln sich in der Regel die niedrigeren lokalen Gehälter wider, so dass die Mieten und Immobilienpreise erschwinglicher bleiben.
Dies hat zu einer spürbaren Kluft geführt. In Lissabon kann selbst eine kleine Wohnung weit über 1.000 Euro pro Monat kosten. In einigen Städten im Landesinneren kann eine ähnlich große Wohnung zwischen 300 und 500 Euro kosten. Für Expats, die ein ausländisches Gehalt beziehen oder auswärts arbeiten, kann dieser Unterschied das monatliche Budget völlig verändern.
Wichtiger Unterschied
Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zwischen sehr kleinen Dörfern und kleineren Städten. Dörfer mögen zwar extrem billig sein, aber sie haben oft nur begrenzte öffentliche Verkehrsmittel, weniger Dienstleistungen und manchmal weniger zuverlässige Internetverbindungen. Für viele Auswanderer und Fernarbeiter sind kleinere regionale Städte eine praktischere Option. Diese Orte verfügen in der Regel über Krankenhäuser, Schulen, Geschäfte und Verwaltungsdienste und bieten dennoch wesentlich niedrigere Wohnkosten als die Großstädte.
In der nördlichen Region im Landesinneren gehören Bezirke wie Bragança und Vila Real oft zu den günstigsten Gegenden des portugiesischen Festlands. Auch im Landesinneren der Region Central, einschließlich Castelo Branco und Guarda, sind die Mieten in der Regel niedrig. Im Alentejo werden Städte wie Beja und Portalegre häufig als einige der günstigsten Orte zum Leben genannt.
Bragança, im Nordosten des Landes nahe der spanischen Grenze gelegen, wird oft als eine der erschwinglichsten Städte Portugals bezeichnet, insbesondere in Bezug auf Wohnraum. Trotz ihrer abgelegenen Lage fungiert sie als Bezirkshauptstadt mit einem Krankenhaus, Hochschuleinrichtungen und einem umfassenden Angebot an Dienstleistungen des täglichen Lebens. Der größte Nachteil ist die Entfernung zu den großen Flughäfen und größeren Städten, die das Reisen zeitaufwändiger machen kann. Die Winter sind auch kälter als an der Küste, was die Heizkosten leicht erhöhen kann, obwohl die Lebenshaltungskosten insgesamt niedrig bleiben.
Weiter südlich bieten Guarda und Castelo Branco ähnliche Vorteile. Beide Städte dienen als regionale Verwaltungszentren und bieten die für das tägliche Leben erforderlichen Dienstleistungen, einschließlich Gesundheitsversorgung, Bildung und Einzelhandel. Die Mietpreise sind in der Regel deutlich niedriger als in Lissabon, Porto oder an der Algarve, und größere Wohnungen sind im Vergleich zu den großen Ballungsräumen relativ erschwinglich.
In der Region Alentejo werden Évora und Beja oft als preisgünstige Alternativen zu den Küstenstädten genannt. Évora ist etwas teurer als einige Städte im Landesinneren, da es sich um eine Universitätsstadt und ein historisches Zentrum handelt, aber immer noch deutlich günstiger als Lissabon und der größte Teil der Algarve. In der kleineren Stadt Beja sind die Mietpreise tendenziell noch niedriger. Ein praktischer Faktor im Alentejo sind die Verkehrsmittel, denn viele Gegenden sind mit einem Auto einfacher zu erreichen, was bei der Berechnung der monatlichen Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden sollte.
Für Auswanderer
Für Expats, die eine größere Stadt bevorzugen, aber dennoch die Kosten niedriger als in Lissabon oder Porto halten wollen, werden Coimbra und Braga oft als günstige Optionen angesehen. Beide Städte verfügen über Universitäten, eine gute Infrastruktur und ein aktiveres soziales und berufliches Umfeld als kleinere Städte im Landesinneren. Die Mietpreise sind im Allgemeinen niedriger als in Lissabon und Porto, wenn auch höher als in den billigsten Gebieten im Landesinneren. Für viele Fernarbeiter bieten diese Städte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erschwinglichkeit und Lebensqualität.
Der Unterschied bei den Lebenshaltungskosten zwischen Lissabon und einigen Städten im Landesinneren kann erheblich sein, was vor allem auf die Wohnkosten zurückzuführen ist. In einigen Fällen können die monatlichen Lebenshaltungskosten in den Städten im Landesinneren deutlich niedriger sein als in der Hauptstadt. Für Familien kann der Unterschied sogar noch deutlicher ausfallen, da größere Wohnungen in den Städten im Landesinneren immer noch weniger kosten können als kleine Wohnungen in Lissabon.
Das Billigste kann variieren
Der günstigste Wohnort in Portugal ist nicht für jeden gleich. Die Verkehrsanbindung, die Gesundheitsversorgung, die Schulen und die Gemeinde spielen eine Rolle bei der Entscheidung, wo man leben möchte. Für Expatriates und Fernarbeiter geht es bei der Entscheidung oft darum, ein Gleichgewicht zwischen Erschwinglichkeit, Lebensstil und praktischen Erwägungen zu finden und nicht einfach die günstigste Miete auf der Landkarte zu wählen.







