Das Institut für Werkstoffe an der Universität Aveiro hat injizierbare Systeme entwickelt, um die Wirksamkeit und den Verbleib von Zellen an verletzten Stellen zu verbessern.

Bei Zelltherapiesystemen sind kleine Plattformen, die Zellen transportieren, so genannte Cell-Delivery-Systeme, von wesentlicher Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Zellen den vorgesehenen Ort erreichen und dort lange genug verbleiben, um ihre therapeutische Wirkung zu entfalten.

In ihrer heute veröffentlichten Studie beschreiben die Forscher, wie sie Mikronadeln aus Polyoxometallat-Hybriden mit einem "Bottom-up"-Ansatz synthetisiert haben, was zu ihrer spontanen Bildung führte.

In einer Pressemitteilung wird erklärt, dass die mikroskopischen Strukturen eine quasi eindimensionale Geometrie besitzen, ähnlich wie kleine Nadeln. Dieses Design verleiht ihnen ein hohes Oberflächen-Volumen-Verhältnis - etwa doppelt so groß wie bei einem kugelförmigen Trägersystem mit demselben Volumen -, was die Zelladhäsion fördert.

Die längliche Form trägt dazu bei, dass die Zellen an der Verabreichungsstelle verbleiben, und erhöht die Wirksamkeit zellbasierter Therapien, fügt er hinzu.

Den Forschern zufolge haben Labortests "eine 95-prozentige Zytokompatibilität und die Fähigkeit der Zellen, spontan an den Mikronadeln zu haften, nachgewiesen".

"Die Plattformen ermöglichen auch eine magnetische Funktionalisierung der Oberfläche, um die Bewegung und Ausrichtung der Strukturen in biotechnisch hergestellten Geweben zu steuern", fügt er hinzu.

Die Studie wurde von Marta Maciel, José Silvares, Tiago Correia, Carlos Mendonça, Ana Martins, Eduardo Silva, Nuno Silva, Filipa Sousa und João Mano verfasst, die am Institut für Werkstoffe von Aveiro (CICECO), einer der Forschungseinheiten der Universität Aveiro, tätig sind.