Es ist nicht nur ein weiteres Branchenereignis, sondern ein klares Zeichen dafür, dass Portugal eine zentrale Rolle in der neuen globalen Infrastruktur einnimmt, die auf Daten, Energie und Konnektivität basiert.
Durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung als Medienpartner durch The Portugal News und gleichzeitig in meiner Rolle als CEO von Casaiberia bestätige ich einmal mehr etwas, das ich in den letzten Jahren beobachtet und darüber geschrieben habe. Portugal ist nicht mehr nur ein attraktives Reiseziel. Es entwickelt sich zu einem strategischen Treffpunkt für eine neue Wirtschaft, die sich um Information, Energie und globale Verflechtung dreht.
Was diesen Moment besonders relevant macht, ist der Kontext. In den letzten Jahren hatte ich die Gelegenheit, an mehreren internationalen Konferenzen teilzunehmen, von Singapur bis Riad, über Frankfurt, München, Cannes und Las Vegas. Bei all diesen Konferenzen gibt es ein Muster, das immer wieder auftaucht. Portugal taucht in den Gesprächen auf. Es erscheint als Hypothese, als Alternative, als Chance. Und jetzt wird es allmählich zur Realität.
Der SIS-Gipfel 2026 bringt mehr als 350 internationale Führungskräfte aus Bereichen wie Unterseekabel, Telekommunikation, Satelliten, Datenzentren, künstliche Intelligenz und digitale Infrastrukturen nach Portugal. Beeindruckend sind nicht nur die Zahlen, sondern auch die Qualität und Vielfalt dieses Ökosystems. Wir sprechen hier von Entscheidungsträgern, die die Art und Weise gestalten, wie Daten in der Welt zirkulieren, wie Netze aufgebaut werden und wie sich digitale Infrastrukturen entwickeln. Und genau hier, in Cascais, werden sie sich treffen, um über die Zukunft zu diskutieren.
Portugal nimmt heute in diesem globalen Kontext eine einzigartige Stellung ein. Seine Lage am Atlantik, die jahrhundertelang für den Seehandel von Bedeutung war, erhält nun eine neue Dimension mit Unterwasserkabeln, die Kontinente verbinden und Daten mit Lichtgeschwindigkeit transportieren. Die Verbindung zwischen Europa, Afrika und dem amerikanischen Kontinent verläuft zunehmend über diesen Punkt. Und das ist nicht nur eine geografische Frage. Es ist eine Strategie.
Aber es gibt noch einen anderen, ebenso entscheidenden Faktor. Die Energie.
In einer Welt, in der Rechenzentren und künstliche Intelligenz enorme Energiemengen benötigen, ist die Fähigkeit, saubere, stabile und wettbewerbsfähige Energie zu liefern, zu einem der wichtigsten Entscheidungskriterien geworden. Portugal ist mit seinen jahrzehntelangen Investitionen in erneuerbare Energien bei diesem Thema sehr gut aufgestellt. Was jahrelang als eine ökologische Wette angesehen wurde, ist jetzt ein wirtschaftlicher und strategischer Vorteil.
Was jetzt entsteht, ist ein neuartiges Ökosystem. Unterseekabel, die Daten transportieren. Datenzentren, die diese Informationen verarbeiten. Erneuerbare Energien, die diese Infrastruktur mit Energie versorgen. Und globale Unternehmen suchen nach Orten, an denen all dies effizient nebeneinander bestehen kann. Portugal erfüllt diese Bedingungen.
Veranstaltungen wie die SIS 2026 zeigen auch etwas, das ich für grundlegend halte. Portugal zieht nicht nur Investitionen an. Es zieht auch Gedanken an. Es entwickelt sich zu einem Ort, an dem Unternehmen, Investoren und Betreiber zusammenkommen, um Strategien zu diskutieren, auszutauschen und festzulegen. Ein echter Treffpunkt für das Brainstorming über die neue digitale Wirtschaft.
Aber diese Sichtbarkeit bringt auch Verantwortung mit sich. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, internationale Aufmerksamkeit zu erregen. Sie besteht darin, auf diese Aufmerksamkeit mit der Fähigkeit zur Umsetzung zu reagieren. Infrastruktur, Prozesse, Planung und Koordination müssen sich im gleichen Tempo wie das allgemeine Interesse entwickeln. Und gleichzeitig wird es wichtig sein, ein Gleichgewicht zu gewährleisten. Zwischen Wirtschaftswachstum und Lebensqualität. Zwischen Investitionen und Zugänglichkeit. Zwischen Ehrgeiz und Nachhaltigkeit.
In den letzten Jahren habe ich diesen Wandel genau verfolgt, und eines ist dabei deutlich geworden. Wir können Sektoren wie Telekommunikation, Energie, Immobilien oder Technologie nicht mehr isoliert betrachten. Sie sind alle Teil desselben Systems. Ein System, das jetzt aufgebaut wird, und in dem Portugal die Möglichkeit hat, eine wichtige Rolle zu spielen.
Das SIS 2026 ist nicht nur eine weitere Veranstaltung.
Sie ist ein deutlicher Ausdruck dafür, dass Portugal endlich im Mittelpunkt des Gesprächs steht.
Und, was am wichtigsten ist, im Zentrum der Möglichkeiten.








