Der Plan von Minister Luís Neves sieht höhere Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahren unter Alkoholeinfluss und gefährliche Fahrmanöver vor.

Obwohl die genauen Beträge der erhöhten Bußgelder noch nicht festgelegt sind, ist das Ziel klar: das Verhalten der Fahrer direkt zu beeinflussen und die "Geißel" der Unsicherheit im Straßenverkehr zu beseitigen.

Um die Wirksamkeit der Durchsetzung zu erhöhen, erwägt die Regierung drastischere Maßnahmen, wie z. B. die Abschaffung der Vorankündigung von STOP-Aktionen, eine Praxis, die es den Fahrern derzeit ermöglicht, die Kontrollpunkte zu umgehen.

Diese Änderung soll in die Strategie "Vision Zero 2030" integriert werden, mit der die Zahl der Verkehrstoten bis zum Ende des Jahrzehnts um 50 % gesenkt werden soll. Das Ministerium für Innere Verwaltung (MAI) räumt jedoch ein, dass die Bestrafung mit einer Verbesserung der Straßeninfrastruktur einhergehen muss, und es wurde bereits eine Vereinbarung zwischen der Nationalen Behörde für Straßensicherheit (ANSR) und Infraestruturas de Portugal über eine Investition von 224 Millionen Euro in das nationale Straßennetz unterzeichnet.

Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen wird durch alarmierende Daten aus dem Jahr 2026 untermauert, aus denen hervorgeht, dass bis zu dieser Woche bereits 133 Menschen auf portugiesischen Straßen ums Leben gekommen sind - ein Anstieg um 35 Opfer im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025.

Auch die Zahl der Unfälle ist sprunghaft angestiegen und übersteigt 41.000 registrierte Vorfälle.

Angesichts dieser Indikatoren betont das Ministerium, dass "kein Todesfall akzeptabel ist" und dass ein vorsichtigeres Fahrverhalten und die Einhaltung der Regeln unerlässlich sind, um die Familien zu schützen und die persönlichen Tragödien zu vermeiden, die den Beginn dieses Jahres geprägt haben.