In dem im "Diário da República" (Amtsblatt) veröffentlichten Dekret erklärt die Regierung die Vervierfachung der Minho-Linie zwischen Contumil und Ermesinde zum "wesentlichen öffentlichen Nutzen". Diese Strecke umfasst die Gemeinden Gondomar (Gemeinde Rio Tinto), Maia (Gemeinde Águas Santas) und Valongo (Gemeinde Ermesinde).

Die Anordnung wurde vom Staatssekretär für Infrastruktur, Hugo Morato Alface do Espírito Santo, und vom Staatssekretär für Forstwirtschaft, Rui Miguel Ladeira Pereira, unterzeichnet. Darin heißt es, dass das Fällen von Korkeichen von der Vorlage eines Pachtvertrags zwischen dem Antragsteller und der Verwaltung der Gemeindelandschaften Moimenta und Rabiçais abhängig ist. Dieser Vertrag muss sich auf eine Parzelle des Gemeindelandes für das Ausgleichsprojekt beziehen.

Die Regierung erkennt die relevanten öffentlichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen dieses Vorhabens an. Sie verweist auf die Nachhaltigkeit des Vorhabens, da es die Betriebsbedingungen auf den Minho- und Douro-Strecken sowie den Bahnverkehr im Großraum Porto verbessern wird. Das Projekt wird die Zuverlässigkeit und den Betrieb des Dienstes verbessern und den Schienenverkehr für die Bevölkerung attraktiver machen.

Ferner heißt es, dass im Rahmen des Projekts Verbesserungen an bestehenden Bahnhöfen vorgenommen werden, insbesondere an den Schnittstellen in der Nähe des Bahnhofs Rio Tinto und der Haltestelle Palmilheira-Águas Santas. Damit soll der integrierte Verkehr gefördert und der Bahnverkehr zwischen den Gemeinden unterstützt werden, insbesondere für den Zugang zu Porto, dem wichtigsten Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region.

IP stellte ein Kompensationsprojekt und dessen Managementplan vor. Dieser Plan sieht die Anpflanzung von insgesamt 2.138 Korkeichen und Erdbeerbäumen auf einer Fläche von etwa 5.119 Hektar in den Gemeindelandschaften Moimenta und Rabiçais in der Gemeinde Cavez in Cabeceiras de Basto vor. Das Gebiet weist geeignete edaphoklimatische Bedingungen auf.

Die Arbeiten wurden während der Ausführungsphase des Projekts einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen, die unter der Bedingung der Einhaltung der in der Entscheidung festgelegten Bedingungen und Auflagen positiv ausfiel.

Die Regierung rechtfertigt die Arbeiten mit dem Fehlen praktikabler Alternativen zum Standort des Projekts, da es sich um die Verbreiterung der Fahrrinne eines bestehenden Abschnitts der Minho-Eisenbahnlinie handelt, um deren Vervierfachung zu ermöglichen.

Das Projekt befindet sich nicht in Gebieten, die in das Nationale System klassifizierter Gebiete integriert sind, und es umfasst auch keine Gebiete, die den forstwirtschaftlichen Vorschriften unterliegen, und die Regionale Landwirtschaftsreserve Nord hat eine positive Stellungnahme zur Nutzung der in die Nationale Landwirtschaftsreserve integrierten Gebiete abgegeben.