Dieser Anstieg gefährdet nach Ansicht des Unternehmens die finanzielle Tragfähigkeit einiger seiner Strecken.
Geopolitischer Kontext
In einer Erklärung erklärte Transavia France, dass sie "aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Treibstoffpreise ihren Flugplan anpasst und gezwungen ist, mehrere für Mai und Juni 2026 geplante Flüge zu streichen.
Obwohl in der Erklärung die Anzahl der betroffenen Flüge nicht angegeben ist, gaben Quellen der Fluggesellschaft an, dass es sich um weniger als 2 % der Flüge handelt. In dem Dokument betonte das Unternehmen, dass die betroffenen Kunden per E-Mail und SMS informiert werden und dass sie wählen können, ob sie ihre Reise kostenlos verschieben, den vollen Ticketpreis erstattet bekommen oder ihn als Guthaben für ein späteres Datum verwenden wollen.
Stornierungskriterien
Das Unternehmen betonte außerdem, dass in den meisten Fällen der Stornierung innerhalb von 24 Stunden ein Ersatzflug auf derselben Strecke angeboten wird.
Diese Annullierungen stehen im Zusammenhang mit der Schließung der Straße von Hormuz, die die Ausfuhr von Rohöl und Derivaten aus dem Persischen Golf verhindert, einer Region, die vor dem Krieg etwa 20 % des Weltmarktes versorgte.
Bei Flugbenzin importierte Europa aufgrund mangelnder Raffineriekapazitäten etwa die Hälfte seines Bedarfs aus dem Persischen Golf.
Die Unterbrechung der Schifffahrt auf dieser Route ließ die Preise in die Höhe schnellen, und viele Fluggesellschaften - darunter auch Transavia selbst - beschlossen, diese Preiserhöhungen zumindest teilweise an ihre Kunden weiterzugeben.
Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur(IEA), Fatih Birol, hatte Mitte April gewarnt, dass die Europäische Union nicht über genügend Treibstoffreserven für mehr als sechs Wochen verfüge.







