Das Nationale Institut für Statistik(INE) meldete 5,8 Millionen Gäste und 13,6 Millionen Übernachtungen von Januar bis März.

Im Jahresvergleich betrug das Wachstum nur 1,5 % bei den Gästen und 1,3 % bei den Übernachtungen, verglichen mit 2,9 % und 1,9 % im vorangegangenen Quartal. Der Hotel- und Landtourismus nahm zu, während die Übernachtungen vor Ort um 2,8 % zurückgingen.

Abhängigkeit von den internationalen Märkten

Dieser Verlust an Dynamik hat die Abhängigkeit von den internationalen Märkten verstärkt, die nunmehr 68 % der gesamten Übernachtungen ausmachen. Nach fünf Quartalen mit einem Wachstum bei den Inländern übertraf die Wachstumsrate bei den Ausländern wieder die des Inlandsmarktes.

Die ausländischen Staatsangehörigen zählten insgesamt 9,2 Millionen Übernachtungen, was im zweiten Quartal in Folge einen Anstieg um 1,4 % bedeutet. Die Übernachtungen von Inländern stiegen nur um 1,2 % (4,3 Millionen), womit sich die Verlangsamung seit dem Sommer 2025 fortsetzte und der Zuwachs deutlich unter dem vorherigen Wert von 4,2 % lag. Mehr als 71% des vierteljährlichen Anstiegs wurde von ausländischen Staatsbürgern generiert.

Heterogene Verteilung

Die Abhängigkeit vom Auslandstourismus ist jedoch nicht gleichmäßig über das ganze Land verteilt, was sich besonders in den Regionen Madeira, Algarve und Großraum Lissabon zeigt. Madeira steht bei diesem Indikator an der Spitze: 85,9 % der Übernachtungen entfallen auf Ausländer, die stark auf den deutschen Markt ausgerichtet sind.

Es folgen die Algarve mit 80,9 % Auslandsabhängigkeit und einer starken Konzentration auf den britischen Markt und der Großraum Lissabon mit 78,6 %. Im Gegensatz dazu sind die Regionen Central und Alentejo am wenigsten von Gebietsfremden abhängig.

Was das regionale Gesamtwachstum betrifft, so war die positivste Dynamik im Quartal im Norden und im Alentejo zu beobachten, während die stärksten Rückgänge im Westen, im Tejo-Tal und auf der Halbinsel Setúbal zu verzeichnen waren.

Wichtigster Auslandsmarkt

Auf der Ebene der Quellmärkte blieb das Vereinigte Königreich mit 15,6 % der Übernachtungen der wichtigste Auslandsmarkt für Portugal, was einem leichten Rückgang von 1,1 % entspricht. Deutschland steht weiterhin an zweiter Stelle, dicht gefolgt von den Vereinigten Staaten.

Das herausragende Ergebnis des Quartals war der kanadische Markt, der um 10,6 % zulegte und damit seinen Aufschwung im zweiten Quartal in Folge festigte. Im Gegensatz dazu verzeichnete der französische Markt mit einem Rückgang von 10,4 % den stärksten Rückgang unter den wichtigsten Herkunftsmärkten und verstärkte damit den in den letzten Monaten beobachteten Abwärtstrend.

Starker Sektor

Trotz der geringeren Übernachtungszahlen blieb die Rentabilität des Sektors stark, was die finanzielle Widerstandsfähigkeit des nationalen Hotelgewerbes beweist. Die Gesamteinnahmen aus dem Beherbergungsgewerbe erreichten eine Milliarde Euro, was einem soliden Wachstum von 5,5 % entspricht, das sich mit dem des Vorquartals deckt.

Der durchschnittliche Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) lag bei 41,5 Euro, wobei Madeira und der Großraum Lissabon eine wichtige Rolle spielten.

Der durchschnittliche Tagessatz (ADR) blieb ebenfalls im Aufwärtstrend und erreichte landesweit 93,8 Euro, wobei der Großraum Lissabon den höchsten Wert im Land verzeichnete, was bestätigt, dass der Sektor weiterhin in der Lage ist, mehr pro belegtem Zimmer zu verlangen.