Damit wurde erstmals die Schwelle von 2,5 Milliarden Euro überschritten.

Nach den Berichten über die Arzneimittelausgaben für das Jahr 2025, zu denen Lusa Zugang hatte, gaben die Krankenhäuser 2.523,2 Millionen Euro für Arzneimittel aus, 254 Millionen Euro (+11,2 %) mehr als im Vorjahr, als die Ausgaben den größten prozentualen Anstieg aller Zeiten (+15,8 %) verzeichneten.

Allein im ersten Quartal dieses Jahres beliefen sich die Ausgaben der Krankenhäuser für Arzneimittel auf 693,4 Millionen Euro, ein Anstieg um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der laut Infarmed den Zugang zu innovativen Therapien widerspiegelt.

Vom Gesamtwert der Ausgaben des öffentlichen Dienstes für Arzneimittel werden die Beiträge und Erstattungen der pharmazeutischen Industrie an den SNS abgezogen, sei es im Rahmen von Finanzierungsverträgen oder der Vereinbarung mit der pharmazeutischen Industrie.

Im Bereich der ambulanten Versorgung hat die SNS im vergangenen Jahr 1.893,8 Mio. € für Zuzahlungen zu Arzneimitteln ausgegeben, was einem Anstieg von 12,4 % (+208,4 Mio. €) entspricht, und das in einem Jahr, in dem 203,9 Millionen Packungen abgegeben wurden.

Antidiabetika sind mit Ausgaben von rund 478,9 Millionen Euro (+14,7 % im Vergleich zu 2024) die Arzneimittel mit den höchsten Zuzahlungskosten.

Nach Wirkstoffen verzeichnete Apixaban, das die Bildung von Blutgerinnseln verhindert, mit einem Anstieg von 70,9 % auf 66,6 Mio. EUR den größten Ausgabenanstieg.

In den Krankenhäusern verzeichneten nach internationalem gemeinsamen Nenner immunmodulatorische Arzneimittel - die die Reaktion des Immunsystems verändern - mit zusätzlichen 78,3 Millionen Euro den größten Ausgabenanstieg, gefolgt von zytotoxischen Arzneimitteln (+33,4 Millionen Euro) und anderen Arzneimitteln, die auf das zentrale Nervensystem wirken (+32,8 Millionen Euro).

Aufgeschlüsselt nach Therapiegebieten verzeichnete die Onkologie, auf die mehr als ein Drittel der Arzneimittelausgaben der Krankenhäuser entfällt, mit 864,5 Mio. € (+16 %) die höchsten Ausgaben. Es folgten die Bereiche HIV (238,2 Millionen Euro) sowie rheumatoide Arthritis und Psoriasis (186,5 Millionen Euro).

Impfstoffe waren der Therapiebereich mit den größten jährlichen Ausgabenschwankungen: Sie stiegen um 69,8 % auf 85,5 Mio. €.

Die Krankenhausausgaben für Arzneimittel für seltene Krankheiten stiegen um 34,1 % auf 465 Mio. EUR.