Eine der wichtigsten Änderungen, die derzeit geprüft werden, würde es Fahrern ermöglichen, die vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfungen in einem anderen EU-Mitgliedstaat durchzuführen, was derzeit nicht zulässig ist.

Im Falle einer Genehmigung könnte ein in Portugal zugelassenes Fahrzeug in Ländern wie Spanien, Frankreich oder Deutschland geprüft werden, wobei eine vorläufige europäische Prüfbescheinigung ausgestellt und für mehrere Monate anerkannt würde.

Der Vorschlag zielt darauf ab, die Mobilität innerhalb der EU zu verbessern, insbesondere für Bürger, die im Ausland leben, arbeiten oder längere Zeit dort verbringen.

Jährliche Inspektionen

Die Europäische Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, jährliche Inspektionen für Personenkraftwagen, die älter als 10 Jahre sind, in allen EU-Ländern verbindlich vorzuschreiben.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments lehnten diese Maßnahme jedoch mit der Begründung ab, sie sei unverhältnismäßig und es gebe keine eindeutigen Beweise dafür, dass sie die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich verringern würde.

Für Portugal macht die Entscheidung in der Praxis kaum einen Unterschied, da Personenkraftwagen bereits ab einem Alter von acht Jahren einer jährlichen Inspektion unterzogen werden müssen.

Die vorgeschlagenen Reformen würden auch den technischen Umfang der Inspektionen erweitern, um den Fortschritten in der Fahrzeugtechnologie Rechnung zu tragen.

Dazu gehören die Überprüfung fortschrittlicher Sicherheitssysteme wie der automatischen Notbremsung, die Bewertung von Airbags und anderen elektronischen Systemen, mögliche Prüfungen von Feinstaub- und Stickoxidemissionen sowie eine strengere Überprüfung des Kilometerstandes zur Bekämpfung von Kilometerstandbetrug.

Die Maßnahmen unterstreichen die wachsende Bedeutung, die die EU sowohl der Verkehrssicherheit als auch den Umweltstandards beimisst.

Was würde sich in Portugal ändern?

Neben den potenziellen europäischen Reformen hat Portugal bereits neue Inspektionsvorschriften für 2026 eingeführt, die unter anderem strengere Kontrollen für ungelöste Fahrzeugrückrufe vorsehen, und Autos mit ausstehenden Bescheiden könnten nun nicht mehr geprüft werden.

Die Vorschläge sind noch nicht endgültig und müssen noch die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten durchlaufen.