In diesem Sinne hebt sich Lissabon auf europäischer Ebene ab und erreicht Platz 6 in der Rangliste der Städte mit dem besten Zugang zu öffentlichen Trinkbrunnen.

Die portugiesische Hauptstadt verzeichnet im Durchschnitt sechs Wasserstellen pro Quadratkilometer und gehört damit zu den Reisezielen, die am besten auf den Hitzestress im Sommer vorbereitet sind.

Die vom Reiseversicherungsunternehmen InsureandGo erstellte Studie analysierte mehr als 50 beliebte europäische Reiseziele, wobei OpenStreetMap-Daten verwendet wurden, um die Dichte der öffentlichen Trinkbrunnen pro Quadratkilometer zu berechnen.

Die Schlussfolgerungen zeigen eine klare Dominanz der südeuropäischen Länder bei der Politik des freien Zugangs zu Wasser, wobei Spanien und Frankreich zusammen die Hälfte der Plätze in den europäischen "Top 10" einnehmen.

Städte wie Valencia und Madrid auf spanischer Seite und Paris und Lyon auf französischer Seite gesellen sich zu Lissabon auf dieser Liste der Metropolen, die sich darauf konzentrieren, die Auswirkungen extremer Temperaturen durch ihr öffentliches Wasserversorgungsnetz abzumildern.

Unangefochtener Spitzenreiter ist Barcelona mit beeindruckenden 18 Springbrunnen pro Quadratkilometer, die strategisch in Parks und touristisch stark frequentierten Gebieten wie Las Ramblas oder dem Gotischen Viertel verteilt sind.

Das europäische Podium wird von Zürich (Schweiz) vervollständigt, dessen Brunnen von Thermalwasser und natürlichen Seen gespeist werden, und von Paris, das von seinem ikonischen, historischen Wallace-Brunnennetz profitiert, das kürzlich durch öffentliche Zapfstellen mit frischem, sprudelndem Wasser verstärkt wurde.

Gesundheits- und Kommunikationsexperten des Versicherungssektors betonen, dass die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts im Sommer ein entscheidender Sicherheitsfaktor ist, insbesondere für gefährdete Reisende oder Personen mit chronischen Vorerkrankungen.

Die Empfehlung beinhaltet die weit verbreitete Verwendung von Mehrwegflaschen in Städten mit einem dichten Wassernetz wie Lissabon und Barcelona, um Kosten zu sparen und die Umweltauswirkungen von Einwegplastik zu verringern.

Für Reiseziele mit einer geringeren Dichte empfehlen die Experten eine vorausschauende Planung mit digitalen Kartenanwendungen, bevor sie sich auf den Weg machen.

Dass Lissabon an der Spitze dieses europäischen Barometers steht, spiegelt die kontinuierlichen Investitionen in die Sanierung und den Ausbau des Netzes traditioneller und moderner öffentlicher Brunnen in der Stadt wider.

Vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels und der zunehmend längeren und trockeneren Sommer auf der Iberischen Halbinsel ist die Gewährleistung von kostenlosem und zugänglichem Trinkwasser nicht nur ein Argument für nachhaltigen Tourismus, sondern auch ein wesentliches Instrument für die Widerstandsfähigkeit und das Wohlbefinden der Städte.