Die Tagesübersicht zeigt, dass die drei-, sechs- und 12-monatigen Benchmarks gegenüber dem Vortag gestiegen sind und die Renditekurve weiter nach oben zeigt. Nach dieser Aktualisierung lag der Dreimonatssatz bei 2,229 % und damit unter den Sätzen für längere Laufzeiten. Der Sechsmonatssatz erreichte 2,492 %, und die 12-monatige Laufzeit konsolidierte sich bei 2,742 %.
Der Sechsmonats-Euribor, die am häufigsten verwendete Benchmark für variabel verzinste Hypotheken für Erstwohnsitze in Portugal seit Anfang 2024, führte diesen Aufwärtstrend an. Er stieg auf 2,492 % und lag damit 0,046 Prozentpunkte höher als am 26. Mai.
Die Daten der Bank von Portugal zeigen die Bedeutung des Zinssatzes für die privaten Haushalte: Die sechsmonatige Laufzeit macht 39,41 % der variabel verzinsten Immobilienkredite in Portugal aus. Die 12-monatige Laufzeit liegt bei 31,62 %, während die dreimonatige Laufzeit 24,65 % ausmacht.
Die 12-monatige Benchmark kletterte auf 2,742 % und lag damit 0,020 Punkte höher als am Vortag. Der Zinssatz für die kürzeste Laufzeit, den Dreimonatssatz, stieg um 0,039 Punkte und lag damit bei 2,229 %. Diese Entwicklung des Dreimonatssatzes erfolgt nur wenige Tage, nachdem der Indikator mit 2,283 % einen neuen Höchststand seit April 2025 erreicht hatte. Diese Tagesdynamik setzt den Trend fort, der in den monatlichen Durchschnittswerten des vorangegangenen Zeitraums zu beobachten war.
Alle drei Laufzeiten verzeichneten einen breit angelegten Anstieg, der bei den längerfristigen Benchmarks noch stärker ausfiel. Die Monatsdurchschnitte lagen bei 2,175 % für die dreimonatige Laufzeit, bei 2,454 % für die sechsmonatige Laufzeit und bei 2,747 % für die einjährige Laufzeit.
Diese Kettenreaktion auf dem Interbankenmarkt, auf dem die Zinssätze auf der Grundlage der durchschnittlichen Kreditzinsen von 19 Banken der Eurozone untereinander berechnet werden, ist eng mit den makroökonomischen Aussichten der Region verknüpft.
Auf ihrer letzten geldpolitischen Sitzung am 30. April beschloss die Europäische Zentralbank, die Leitzinsen zum siebten Mal in Folge unverändert zu lassen und damit den im Sommer 2024 begonnenen Zyklus von acht Zinssenkungen in Folge vorübergehend zu unterbrechen. Angesichts der Frankfurter Pause erwartet der Finanzmarkt nun, dass die Währungsbehörde auf ihrer nächsten Sitzung am 10. und 11. Juni eine Anpassung vornimmt, was sich unmittelbar auf die Entwicklung der Euribor-Sätze auswirken könnte.








