Laut einer neuen Analyse von Tradingpedia, die 127 europäische Städte umfasst, beträgt die durchschnittliche Monatsmiete für eine Wohnung im Zentrum von Lissabon T1 1.331 €, während das durchschnittliche monatliche Nettogehalt auf 1.343 € geschätzt wird. Bei diesen Zahlen bleiben den Bewohnern nach der Zahlung der Miete kaum mehr als 10 Euro übrig.

Trotz eines leichten Rückgangs der Mietpreise in Lissabon im Vergleich zum Vorjahr bleibt dem Bericht zufolge die Erschwinglichkeit von Wohnraum in der portugiesischen Hauptstadt aufgrund des stagnierenden Lohnwachstums stark unter Druck.

Auch in anderen portugiesischen Städten wird in der Studie auf die zunehmende Anspannung bei den Mieten hingewiesen. In Porto wurde die Durchschnittsmiete für eine Ein-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum auf 1.108 € pro Monat geschätzt, was etwa 85 % des durchschnittlichen lokalen Nettogehalts entspricht.

Braga gehörte ebenfalls zu den unter Druck stehenden Mietmärkten, da die Durchschnittsmiete von rund 810 € pro Monat etwa 73 % des durchschnittlichen verfügbaren Einkommens der Einwohner verschlang.

Tradingpedia stellte fest, dass die Mietpreise in Porto weiter gestiegen sind, und zwar um mehr als 9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Ergebnisse tragen zur anhaltenden Besorgnis über die Erschwinglichkeit von Wohnraum in Portugal bei, wo steigende Mieten und ein begrenztes Wohnungsangebot weiterhin die politische und öffentliche Debatte beherrschen.