Laut den Ergebnissen, die am 29. September in der Publikation "Effective Policies, Successful Schools" veröffentlicht wurden, waren die portugiesischen Schülerinnen und Schüler die einzigen in der OECD, die ihre Leistungen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften deutlich verbessert haben.

In dem Bericht, der die Ergebnisse aggregiert, die 15-jährige Schülerinnen und Schüler seit 2010 bei den PISA-Tests (Programme for International Student Assessment) erzielt haben, sticht Portugal als einziges Land der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, das die Kenntnisse seiner Schülerinnen und Schüler in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften im Laufe der Jahre "deutlich verbessern" konnte.

"Diese Ergebnisse sind umso bewundernswerter, wenn durch den genannten Bericht bestätigt sehen, dass portugiesische Schulen langsame Internetsysteme, ineffiziente Lehrplattformen und einen enormen Personalmangel in den Schulen haben", betont die Gewerkschaft in einer Erklärung.

Dies ist eine der Lücken, auf die die OECD hinweist. Sie berichtet, dass im Jahr 2018 nur jeder dritte Schüler in Portugal Schulen besuchte, in denen das Internet schnell war oder es eine Online-Lehrplattform gab.

Andererseits hebt der Bericht auch hervor, dass der Personalmangel an portugiesischen Schulen am stärksten spürbar ist, wobei Portugal an dritter Stelle auf der Liste der Länder steht, in denen die Direktoren den Mangel an Fachkräften am meisten bedauern.

Als Reaktion auf die am 29. September veröffentlichten Daten fügt der SIPE auch hinzu, dass die Schulen neben dem Mangel an Fachkräften (Lehrer, technische und operationelle Assistenten) immer noch mit dem Problem eines alternden Lehrkörpers konfrontiert sind.

"Trotz des extrem gealterten Lehrkörpers und des anhaltenden Autoritäts- und Prestigeverlusts zeigen die portugiesischen Lehrerinnen und Lehrer nach wie vor große Professionalität und Engagement für den Beruf", so die Lehrervertreterinnen und Lehrervertreter.