Der vom Chanel-Kulturfonds geförderte Next Prize ist eine alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung, die Künstler in verschiedenen Bereichen - von der bildenden Kunst über Film bis hin zu Musik und Performance - mit einem Gesamtwert von einer Million Euro unterstützt und ehrgeizige Projekte fördern soll, heißt es auf der Website des französischen Haute-Couture-Unternehmens Chanel.
Marco da Silva Ferreira wurde neben Künstlern wie der Mexikanerin Bárbara Sánchez-Kane, dem Spanier Álvaro Urbano, dem Kolumbianer Andrea Peña, dem Franzosen Pol Taburet, dem Amerikaner Ambrose Akinmusire, dem Nigerianer Emeka Ogboh, der Inderin Payal Kapadia, der Südkoreanerin Ayoung Kim und dem Chinesen Pan Daijing in eine Liste mit internationalen Namen aufgenommen.
Die Gewinner dieser dritten Ausgabe werden auch an einem zweijährigen Mentoring- und Netzwerkprogramm mit Partnern wie dem Royal College of Art in London teilnehmen.
Marco da Silva Ferreira, 1986 in Santa Maria da Feira geboren, schloss sein Studium der Physiotherapie am Instituto Piaget in Gaia ab und machte eine Karriere als Leistungsschwimmer, konzentrierte sich aber in seinen Studien auf den Körper in der darstellenden Kunst.
Als Performer hat er in Portugal und im Ausland unter anderem mit André Mesquita, Hofesh Shechter, Sylvia Rijmer, Tiago Guedes, Victor Hugo Pontes, Paulo Ribeiro und David Marques gearbeitet.
2025 ging Marco Ferreira da Silva mit seiner Show "Carcaça", die 2023 von der Portugiesischen Autorengesellschaft mit dem Preis für die beste Choreografie ausgezeichnet wurde, auf eine internationale Tournee, die unter anderem nach Frankreich, Japan, Deutschland, Spanien, Großbritannien und Australien führte.
Der 2021 vom Chanel-Kulturfonds ins Leben gerufene Next Prize soll als Katalysator für Innovationen dienen, indem er den Gewinnern Zeit und Raum für ehrgeizige neue Projekte bietet und mit jeweils 100.000 Euro dotiert ist, "um die Wirkung ihrer Arbeit zu beschleunigen", heißt es auf der Website der Organisation.
"Der Chanel Next Prize schafft die Voraussetzungen dafür, dass sich Künstler auf ihre Weise entfalten können. Jeder von ihnen ist ein Pionier, der mit Kreativität und Kühnheit die Gegenwart gestaltet und die Zukunft definiert. Es wird spannend sein, ihren Weg zu verfolgen", schreibt Yana Peel, Präsidentin für Kunst, Kultur und Kulturerbe bei der Stiftung, über den Preis, der Künstlern aller Altersgruppen, Geschlechter und Nationalitäten offen steht.
Die kapverdische Choreografin und Tänzerin Marlene Monteiro Freitas erhält den Chanel Next Prize im Jahr 2021, der brasilianische bildende Künstler Dalton Paula im Jahr 2024, nachdem die Gewinner der ersten Ausgabe ihr kreatives Programm im Jahr 2023 abgeschlossen haben.







