"Die Abreise von acht PJ-Inspektoren, die zuvor für die Grenzkontrolle mit PSP am Flughafen Ponta Delgada zuständig waren, hat eine ernste Situation offenbart", so SIAP.

In einer Erklärung sagt die Gewerkschaft, dass die Situation "seit mindestens sechs Monaten vorhersehbar war", aber "von der Nationalen Direktion der PSP oder ihren Aufsichtsbehörden nicht angesprochen wurde".

"Es geht nicht nur um den Weggang von Beamten, sondern auch um die Gefährdung des Grenzbetriebs", warnt die SIAP.

Die Gewerkschaft sagt, dass der Personalmangel im PSP eine Neuorganisation der Ressourcen für die Grenzkontrolle blockiert, obwohl ausgebildete Beamte zur Verfügung stehen. Es wurde kein Beamter zugewiesen, um die ausgeschiedenen Inspektoren zu ersetzen, wobei Lissabon, Porto und Faro Priorität haben. Die Azoren, so das SIAP, werden weiterhin vernachlässigt, und die Regionalregierung ist mitschuldig.

Das SIAP kritisiert, dass die Regierung der Azoren seit den Wahlen trotz Wahlversprechen weder das Personal aufgestockt noch sich für Lösungen eingesetzt hat.

SIAP beklagt auch Probleme mit einem neuen Computersystem für die Grenzkontrolle, das als langsam und fehleranfällig beschrieben wird, was die Bearbeitungszeiten verlängert.

Es wird erwartet, dass der Mangel an Polizeibeamten die Verspätungen verschlimmert, den Flugbetrieb behindert und dazu führt, dass Passagiere aufgrund unzureichender Einrichtungen im Flugzeug festgehalten werden. Dies könnte sich direkt auf die touristische Attraktivität der Region auswirken, zumal weniger Fluggesellschaften die Azoren anfliegen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft "offenbart dieses Szenario einmal mehr eine noch beunruhigendere Realität", nämlich "dass der Staat nicht in der Lage ist, PSP-Kandidaten anzuziehen. Die Ergebnisse sind weiterhin unzureichend", so die Gewerkschaft.

Die Gewerkschaft beschreibt, dass die Polizeistationen unterbesetzt sind und die Beamten unter Burnout und einer zunehmenden Arbeitsbelastung leiden, was ihre Fähigkeit untergräbt, ihre Aufgaben effektiv zu bewältigen und möglicherweise die öffentliche Sicherheit gefährdet.