Die IPMA hat zudem den Rest des portugiesischen Festlands als Gebiet mit sehr hohem bzw. hohem Risiko eingestuft, mit Ausnahme von sechs Küstengemeinden in den Bezirken Braga (Esposende), Aveiro (Ílhavo, Aveiro und Murtosa), Leiria (Peniche) und Lissabon (Lourinhã), während das Land derzeit von einer neuen Hitzewelle heimgesucht wird.

Die von der IPMA festgelegte Waldbrandgefahr umfasst fünf Stufen, die von „niedrig“ bis „maximal“ reichen. Die Berechnungen basieren auf der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit, der Windgeschwindigkeit und den Niederschlagsmengen der letzten 24 Stunden.

Heiße und trockene Phase

Zu Beginn der Woche warnte das IPMA vor einer bevorstehenden „langen Periode mit heißem und trockenem Wetter“, bei der die Höchsttemperaturen ab dem 2. Juli im Tejo-Tal und im Alentejo Werte zwischen 40 und 43 °C erreichen und sich im Laufe der Woche auf andere Regionen des Landes ausweiten würden.

Am 1. Juli warnte die Nationale Behörde für Notfälle und Zivilschutz (ANEPC) vor einem „sehr hohen bis maximalen“ Risiko von Waldbränden im ganzen Land in den kommenden Tagen aufgrund der prognostizierten Hitze und empfahl der Bevölkerung vorbeugende Maßnahmen.

Sich verschlechternde Wetterbedingungen

In einer Erklärung teilt die ANEPC mit, dass die sich verschlechternden Wetterbedingungen für die kommenden Tage voraussichtlich das Brandrisiko erhöhen werden, wobei die Bedingungen das eventuelle Entstehen und die Ausbreitung von Waldbränden begünstigen sowie die Löschmaßnahmen im Großteil des Festlandgebiets erschweren werden.

Infolgedessen hat die ANEPC den besonderen Alarmzustand auf Stufe III angehoben, da in den kommenden Tagen mit einem „sehr deutlichen Anstieg“ der Waldbrandgefahr zu rechnen ist.

Katastrophenschutz

Der besondere Bereitschaftsgrad III des Zivilschutzes ist eine Alarmstufe mittlerer bis hoher Schwere, die auf einer Skala von vier aufeinander aufbauenden Stufen die Verstärkung der Ressourcen und die erhöhte Einsatzbereitschaft von Rettungs- und Einsatzteams für unmittelbare Interventionen oder Reaktionen auf Katastrophensituationen erfordert.

Vorbeugende Maßnahmen

Als vorbeugende Maßnahmen ist es verboten, großflächige Verbrennungen durchzuführen, in ländlichen Gebieten mit offenem Feuer zu kochen – außer an dafür zugelassenen Orten –, Schutthaufen zu verbrennen, Freischneider, Schneidgeräte und Häcksler zu verwenden sowie Bienenstöcke ohne Funkenfänger zu begasen oder zu desinfizieren.

Gesundheitsvorsorge

Zum Schutz der Gesundheit vor der Hitze empfiehlt der Zivilschutz, besonders auf chronisch Kranke, Kinder und ältere Menschen zu achten.

Ebenso weist er darauf hin, wie wichtig es ist, mindestens 1,5 Liter Wasser (das entspricht acht Gläsern) zu trinken, alle zwei Stunden Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher aufzutragen, einen Hut sowie leichte, lockere und kühle Kleidung zu tragen und sich für leichte Mahlzeiten zu entscheiden.

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen hat die IPMA zudem ab dem 3. Juli für 12 Bezirke die rote Warnstufe (die höchste) ausgerufen.

Am 2. Juli gilt für die Bezirke Beja, Évora, Portalegre, Setúbal und Lissabon die rote Warnstufe; am Freitag wird die Warnung auf Leiria, Coimbra, Aveiro, Braga und Viana do Castelo ausgeweitet.