Das Dokument wird von den Unternehmen Proactivetur, AlgarvianRoots, Pernatur, Seed Tours und GeoWalks & Talks sowie von den Reiseleitern Miguel Rodrigues (A Céu Aberto), Daniel Martins und Ana Marta Costa unterstützt.

Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass der internationale Bekanntheitsgrad des Wanderwegs zu einem beispiellosen Zustrom von Touristen geführt hat, dem keine angemessenen Maßnahmen in den Bereichen Naturschutz, Sicherheit und Raumplanung gegenüberstehen.

Zu den hervorgehobenen Hauptproblemen zählen die Überfüllung des Wanderwegs, ungeregelter Fahrrad- und Reitverkehr, chaotische Parksituationen, illegales Campen und die Ansammlung von Müll und Abfall entlang der Strecke sowie ein struktureller Mangel an grundlegender Infrastruktur wie öffentlichen Toiletten.

Risikoreiches Verhalten

Die Betreiber warnen zudem vor häufigem riskantem Verhalten in der Nähe von Klippen und Dolinen, das oft von sogenannten Führern ohne fachliche Qualifikation gefördert wird und dadurch die Bodenerosion sowie die Zerstörung der einheimischen Vegetation beschleunigt.

In einer Stellungnahme betonen die Unternehmen, dass diese Situation nicht nur das Naturerbe bedroht, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für Tausende von Besuchern darstellt und die Qualität des touristischen Erlebnisses beeinträchtigt, wodurch der internationale Ruf der Algarve gefährdet wird.

Umweltbewusstsein

Obwohl Fachleute täglich daran arbeiten, das Umweltbewusstsein ihrer Kunden zu schärfen, vertritt die Gruppe die Auffassung, dass ihre privaten Bemühungen eine strukturierte öffentliche Strategie nicht ersetzen können. Daher fordern sie dringend ein Eingreifen der zuständigen Behörden, um einen integrierten Managementplan umzusetzen.

Zu ihren Vorschlägen gehören die Überwachung der Tragfähigkeit des Wanderwegs, die Verstärkung der Durchsetzung und Überwachung, die Kontrolle des Fahrzeugzugangs, die Verbesserung der Beschilderung sowie die Einrichtung laufender Programme zur ökologischen Wiederherstellung.

Die Unterzeichner stellen klar, dass sie keine einschränkenden Verbote für die Nutzung des Gebiets befürworten, sondern vielmehr eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung, die den Naturschutz mit der Tragfähigkeit wirtschaftlicher Aktivitäten in Einklang bringt.