Die neuesten Eurostat-Daten vom 1. Januar 2026 zeigen, dass das Land eine geschätzte Wohnbevölkerung von 11.424.031 Einwohnern hatte, was einem Anstieg um 36.809 Personen (+0,32 %) im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 entspricht und den vom INE bereits Ende des Vorjahres signalisierten Wachstumstrend bestätigt.

Das in Portugal beobachtete Wachstum spiegelt die allgemeine Entwicklung der EU wider, deren Gesamtbevölkerung Anfang 2026 452 Millionen erreichte – ein Anstieg um 706.000 Menschen gegenüber dem Vorjahr.

Dieses Ergebnis markiert das fünfte Jahr in Folge mit Bevölkerungswachstum in der EU und festigt damit einen Erholungskurs, der nach dem weit verbreiteten Rückgang im Jahr 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie einsetzte.

Die europäische Landschaft ist jedoch weiterhin durch erhebliche Asymmetrien und eine hohe Konzentration gekennzeichnet: Auf die fünf bevölkerungsreichsten Mitgliedstaaten – Deutschland (83,5 Millionen), Frankreich, Italien, Spanien und Polen – entfallen zusammen etwa zwei Drittel der gesamten EU-Bevölkerung.

Die geografische Analyse von Eurostat zeigt, dass die Bevölkerung zwischen 2025 und 2026 in 16 der 27 Länder der Union zugenommen hat. Malta führte die Liste des prozentualen Wachstums mit einer Rate von +24,1 pro tausend Einwohner an, gefolgt von Zypern (+13,7) und Luxemburg (+13,1).

Umgekehrt wurden die stärksten Bevölkerungsrückgänge in Lettland (-8,3 pro 1.000 Einwohner), Estland (-6,8 pro 1.000 Einwohner) und Ungarn (-5,4 pro 1.000 Einwohner) verzeichnet. Aus einer langfristigen historischen Perspektive zeigen europäische Indikatoren, dass die EU in den letzten zwanzig Jahren (im Vergleich zu 2006) 16 Millionen Einwohner hinzugewonnen hat und seit 1960, als die Union 354,5 Millionen Einwohner zählte, fast 100 Millionen.

Analysten weisen jedoch auf eine deutliche strukturelle Verlangsamung der Bruttowachstumsrate hin: Das durchschnittliche Wachstum lag in den 1960er Jahren bei drei Millionen Menschen pro Jahr – eine Zahl, die in den 2010er Jahren auf etwa 600.000 pro Jahr sank.