Der Atlas der Palliativversorgung in Europa 2025, der 56 Länder analysiert, wurde auf dem Weltkongress der European Association for Palliative Care (EAPC) vorgestellt, deren Empfehlung eine Quote von mindestens zwei solcher Dienste pro 100.000 Einwohner ist.

Der Studie zufolge gibt es in 52 europäischen Ländern mehr als 7.000 spezialisierte Palliativdienste, das sind fast 10 % mehr als im Jahr 2019, allerdings mit Unterschieden zwischen den Ländern.

Österreich führt die Liste mit 3,68 Diensten pro 100.000 Einwohner an, gefolgt von Litauen mit 2,51, der Schweiz mit 2,10 und Schweden mit 1,90, wobei der Kosovo den letzten Platz einnimmt.

Die Gesamtzahl der spezialisierten PC-Dienste oder -Teams in Portugal beläuft sich auf 150. Trotz dieses "relativ komfortablen Platzes in der Rangliste" stellt der portugiesische Verband für Palliativmedizin (APCP) in einer Erklärung fest, dass "der Mangel an Teams weiterhin ein dringendes Problem darstellt, da die Ressourcen nicht ausreichen, um eine qualitativ hochwertige und zeitnahe Versorgung zu gewährleisten".

Der Verband ist auch der Ansicht, dass "die Verteilung der spezialisierten Dienste asymmetrisch ist, mit einem deutlichen Defizit in mehreren Teilen des Landes".

In der Studie des Global Observatory of Palliative Care Atlantes, der Universität Navarra (Spanien) und der EAPC wird ebenfalls auf die Lücken hingewiesen, die in einigen Gebieten Portugals bestehen, weshalb die Versorgung im Allgemeinen als Stufe 3 (die zweithöchste) eingestuft wird.

Was die spezialisierten PC-Dienste oder -Teams für Kinder in Portugal (12) betrifft, so erklärt die Tatsache, dass es sie nur in einigen geografischen Gebieten gibt, die Einstufung in Stufe 2 (fortschreitend).

Diese Dienste gibt es in 41 Ländern, was eine Zunahme gegenüber den 38 in der Studie von 2019 genannten Ländern bedeutet.

Was die verschiedenen Arten von Dienstleistungen anbelangt, so werden die in portugiesischen Krankenhäusern erbrachten Leistungen als Stufe 4 (die höchste) eingestuft, die häusliche Pflege als Stufe 3 und die in spezialisierten Zentren oder Heimen erbrachten Leistungen als Stufe 1 (die niedrigste).

Dem Atlas zufolge ist der Unterricht in Palliativmedizin in sechs der acht medizinischen Fakultäten Portugals obligatorisch, dasselbe gilt für 16 der 40 Krankenpflegeschulen.

In Europa unterrichten mehr als die Hälfte der Länder die angehenden Ärzte und Krankenschwestern nicht in Palliativmedizin, und nur in 15 Ländern ist Palliativmedizin in den Lehrplänen aller medizinischen Fakultäten enthalten, so in Österreich, Finnland, Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Der Zugang zu wichtigen Schmerzmitteln ist "sehr ungleich", da sie in Westeuropa weit verbreitet sind, in Mittel- und Osteuropa jedoch bis zu zehnmal seltener eingesetzt werden.