In seiner Erklärung wies der Verband auf die anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Bodenabfertigungslizenzen auf den portugiesischen Flughäfen hin und warnte, dass diese zu Störungen führen könnten, die den Tourismussektor des Landes beeinträchtigen.

ANAV wies auf die jüngsten Entwicklungen im Ausschreibungsverfahren hin, insbesondere auf einen ungelösten Rechtsstreit, und stellte fest, dass das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, da bis zum Ablauf der Frist weniger als zwei Monate verbleiben.

Der Verband warnte, dass diese ungelösten Fragen den regulären Flughafenbetrieb stören könnten.

Auswirkungen auf den Flughafenbetrieb

Miguel Quintas, Präsident der ANAV, äußerte ernste Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Flughafensektors und wies darauf hin, dass ungelöste Probleme die Pünktlichkeit der Flüge, die Gepäckabfertigung und die allgemeine Erfahrung der Passagiere während der Hochsaison im Sommer beeinträchtigen könnten.

Am 18. März bekräftigte die Nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), dass sie die Ausschreibung für die Bodenverkehrsdienste unter Einhaltung rechtlicher, transparenter und ethischer Standards durchführt, und bestätigte den Erhalt aller erforderlichen Unterlagen vom Konsortium Clece/South am 15. März.

Anfang dieses Jahres erteilte die Regulierungsbehörde dem Konsortium Clece/South eine siebenjährige Lizenz für die Bodenabfertigung auf den Flughäfen Lissabon, Porto und Faro und zog es damit gegen ein konkurrierendes Angebot von SPdH vor. Die Partnerschaft besteht aus dem spanischen Unternehmen Clece und der Bodenabfertigungsabteilung von IAG, der Muttergesellschaft von Iberia.

Die ANAC teilte mit, dass sie derzeit die eingereichten Unterlagen prüft und die beteiligten Parteien, wie gesetzlich vorgeschrieben, über ihre Ergebnisse informieren wird.

Der Analyseprozess kann bis zu 90 Tage in Anspruch nehmen, so die Mitteilung an Lusa.

Die Regulierungsbehörde versichert, dass sie "das Ablaufdatum der aktuellen Lizenzen berücksichtigen wird".

Die Aufsichtsbehörde bekräftigte jedoch, dass sie das Auslaufen der aktuellen Lizenzen und die Notwendigkeit, einen ununterbrochenen Betrieb aufrechtzuerhalten, berücksichtigen wird, und versprach, ihre Entscheidung zu treffen, bevor die bestehenden Genehmigungen auslaufen.

In der Zwischenzeit hat Menzies beim Verwaltungs- und Steuergericht in Lissabon rechtliche Schritte eingeleitet, um das Ausschreibungsergebnis anzufechten. Das Unternehmen macht geltend, dass die Gestaltung und Durchführung des Prozesses der betrieblichen Komplexität und den Sicherheitsanforderungen an Portugals verkehrsreichsten Flughäfen nicht in vollem Umfang gerecht wurde.