Zero weist darauf hin, dass Portugal ab dem 1. Juli den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 6 % nicht mehr auf Geräte anwenden wird, die ausschließlich oder hauptsächlich für die Gewinnung und Nutzung von Solarenergie (z. B. Photovoltaik-Paneele), Windenergie, geothermischer Energie und anderen alternativen Energieformen wie Wärmepumpen oder Klimaanlagen bestimmt sind, sondern den normalen Satz von 23 %.
Angesichts dieser zu erwartenden Erhöhung bedauert der Umweltverband "zutiefst das Fehlen einer umweltfreundlichen Besteuerung, die mit den portugiesischen Zielen der Emissionsreduzierung und der Klimaanpassung im Einklang steht, was bedeutet, dass sich das Land in die entgegengesetzte Richtung zur Europäischen Unionbewegt".
Für Zero stellt diese Änderung der Mehrwertsteuer "einen erheblichen steuerlichen Rückschlag dar, der die Bemühungen des Landes im Rahmen der Energiewende zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Verringerung der Treibhausgasemissionen gefährden könnte". Außerdem stehe sie im Widerspruch dazu, den Familien "einen besseren und effizienteren Wärmekomfort zu garantieren und die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit bei Hitze- und Kältewellen zu verringern".
"Anstatt die Einführung effizienter und emissionsarmer Lösungen, wie z.B. Wärmepumpen, zu fördern, wird die Mehrwertsteuer auf Energiegeräte erhöht und es fehlt ein kohärenter nationaler Plan, sowohl in technischer Hinsicht als auch in Bezug auf die für Familien zugängliche Finanzierung".
Dem Verband zufolge droht diese Maßnahme "Investitionen in wichtige Technologien für die Modernisierung von Klimaanlagen zu verhindern, was die Erfüllung der nationalen und europäischen Klimaziele erschwert".
Zero erinnert in einer Erklärung daran, dass in Portugal der Nationale Energie- und Klimaplan (PNEC 2021-2030) Ziele für die Dekarbonisierung des Wohnungssektors enthält, wobei Wärmepumpen als wesentliche Technologie für die Elektrifizierung von Heizung und Kühlung, die Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe und die Steigerung der Energieeffizienz hervorgehoben werden.
Der Umweltverband kritisiert auch, dass die Förderprogramme für den Klimaschutz in Portugal "weiterhin strukturelle Mängel aufweisen, die die Wirksamkeit der Energiewende beeinträchtigen". Eines der Haupthindernisse sei der Mangel an effektiver Kommunikation, insbesondere unter den am meisten gefährdeten Gruppen, was es schwierig mache, die verfügbaren Maßnahmen zu verstehen und zu nutzen.
Ein weiteres "bedeutendes Problem", das er hervorhebt, ist der relativ geringe Wert der angebotenen Erstattungen.
Zero betont, dass Portugal neben den steuerlichen Hindernissen und der Fragilität der finanziellen Unterstützung immer noch mit einem erheblichen Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der nachhaltigen Klimakontrolle zu kämpfen hat.
Der Mangel an Technikern und Elektrikern mit spezieller Ausbildung für die Installation und Wartung effizienter und klimaschonender Systeme gefährdet die Umsetzung der Energiewende in diesem Sektor.
Angesichts dieser Situation fordert Zero die politischen Parteien auf, "die bei der Verabschiedung des Staatshaushalts 2025 getroffene Entscheidung rückgängig zu machen und schließlich diese brutale und unangemessene Erhöhung der Mehrwertsteuer ab dem 1. Januar 2026 auf den aktuellen Satz zurückzusetzen".
"Es ist wichtig, die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf energieeffiziente Geräte rückgängig zu machen und den Schwerpunkt auf erneuerbare Energien zu legen sowie eine angemessene und zugängliche finanzielle Unterstützung für die Renovierung von Gebäuden und die Einführung energieeffizienter Klimatechnologien zu gewährleisten", heißt es in dem Bericht.
Zero fordert außerdem die portugiesische Umweltagentur(APA) und die Klimaagentur auf, die Definition und Umsetzung einer kohärenten und ehrgeizigen nationalen Strategie für mehr Nachhaltigkeit im Sektor Heizung, Lüftung und Klimaanlagen (HVAC) zu leiten.
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