In mehreren Prüfungszentren im ganzen Land wurden in den letzten Monaten zahlreiche mutmaßliche Betrugsfälle aufgedeckt und gemeldet, die eine sich ausbreitende und immer raffiniertere Praxis offenbaren, warnte die ANIECA in einer Erklärung.

Der häufigste Betrug bei praktischen Prüfungen war der Einsatz von Doppelgängern, die anstelle des Kandidaten die Prüfung ablegten und dabei dessen Ausweis und Führerschein benutzten, sowie die Verwendung versteckter elektronischer Geräte, Kommunikation mit der Außenwelt während der Prüfung und versteckte Kopfhörer.

Der Verband warnt vor den Gefahren des Führerscheinerwerbs ohne ordnungsgemäße Prüfung, der das Leben der Verkehrsteilnehmer gefährdet, und fordert Sofortmaßnahmen und wirksame Instrumente zur Vorbeugung und Aufdeckung von Betrug und schlägt Gesetzesänderungen vor, die eine Überwachung von Fahrprüfungen ermöglichen.

Der Verband, der 730 Fahrschulen im Land vertritt, fordert auch Gesetzesänderungen, die verhindern, dass Kandidaten, die bei Betrugsversuchen erwischt werden, in den folgenden zwei Jahren an der Ausbildung teilnehmen oder die Prüfung ablegen.