Diese im historischen Zentrum gelegenen Stätten ehren die Azoreaner, die vor 400 Jahren in diesen Staat eingewandert sind.
Bei der Einweihung erinnerte der Regionalsekretär für parlamentarische Angelegenheiten und Gemeinschaften, Paulo Estêvão, an die "Unverwüstlichkeit der ersten Siedler, die von neun isolierten Inseln stammten, die 1427 entdeckt wurden, den Atlantik überquerten, um das Land zu roden, Landwirtschaft und Fischfang zu betreiben und ihren tiefen Glauben zu verbreiten, insbesondere durch den Heiligen Geist".
Anknüpfend an dieses Thema betonte Estêvão: "Wo auch immer die Azoreaner hinkamen - und sie kamen an viele Orte - hatten sie die Kraft, das Land zu roden und es produktiv zu machen", wie es in einer Pressemitteilung der Regierung der Azoren heißt.
Die Bedeutung des neuen Platzes und der Gedenkstätte wurde auch vom örtlichen Gouverneur, Carlos Brandão, hervorgehoben, der der Ansicht war, dass das Werk "eine historische Lücke in der Anerkennung der Ursprünge der Hauptstadt füllt".
Zu diesem Anlass erklärte Brandão: "Heute erweisen wir den Menschen, die hierher kamen und uns halfen, unsere Insel São Luís zu gründen, diese Ehre. Für die Azoreaner, die sich in der Region Desterro niedergelassen haben und nun hier vertreten sind, war diese Anerkennung längst überfällig."
Der neue Platz, der von der städtischen Exekutivagentur (Agem) in Zusammenarbeit mit Vertretern der Azoren entwickelt wurde, dient als "Drehscheibe für historische, touristische und Freizeitaktivitäten".
An der Praça dos Açores befinden sich ein Denkmal, eine Inschrift mit den Namen der neun Inseln auf dem Bürgersteig, ein Portal mit den Namen von Azoreanern, die zur Gründung der Stadt beigetragen haben, wie Simão Estácio da Silveira, der 1615 die Auswanderung von Familien anführte, sowie zehn künstlerische Tafeln aus Ton mit prägnanten Flachreliefs, die von Eduardo Sereno geschaffen wurden.
Die azoreanische Auswanderung nach Brasilien, die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert stattfand, wurde durch Wirtschaftskrisen und Vulkanausbrüche ausgelöst.
Tausende von Paaren ließen sich vor allem im Süden, in Santa Catarina und Rio Grande do Sul, sowie in Rio de Janeiro nieder.








