Auf einer Veranstaltung in Lissabon demonstrierten SIBS-Direktorin Teresa Mesquita, Bancomat-Direktor Massimo Itta und EPI-Direktor Alfred Baroulier die Interoperabilität der von ihnen angebotenen Zahlungslösungen für Einkäufe in physischen Geschäften in verschiedenen europäischen Ländern. Es handelte sich vorerst nur um eine Demonstration, und das Ziel ist, dies im Jahr 2027 zu ermöglichen.

Internationales Protokoll

Anfang des Jahres unterzeichneten SIBS/MB Way (Portugal), Bancomat (Italien), Vipps MobilePay (Skandinavien) und EPI (European Payments Initiative, zu der Wero gehört) ein Protokoll, um die Nutzung von Zahlungsplattformen auf europäischer Ebene zu beschleunigen, die derzeit überwiegend lokal sind (wie MB Way in Portugal) und insgesamt 130 Millionen Nutzer repräsentieren.

Seit Mitte 2025 können MB Way-Nutzer mit einer Handynummer Geld von Kunden in Spanien und Italien senden und empfangen (vorausgesetzt, die Kunden in diesen Ländern haben die Zahlungslösungen Bizum oder Bancomat).

Auf Fragen von Journalisten erklärte Teresa Mesquita, dass bis Ende des Jahres Überweisungen zwischen Kunden in 13 europäischen Ländern (Andorra, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien und Schweden) möglich sein sollen.

Was das Bezahlen in Geschäften in verschiedenen europäischen Ländern mit MB Way (QR-Code oder NFC) angeht, so antwortete sie, dass das Ziel darin besteht, dies im Jahr 2027 verfügbar zu machen.

Wenn die Vorhersage eintrifft, werden Kunden mit Zahlungslösungen von Unternehmen, die Teil des Protokolls sind (SIBS/MB Way, Bancomat, Vipps MobilePay und EPI), nächstes Jahr in der Lage sein, in physischen oder Online-Geschäften in 13 Ländern einzukaufen.

Ziel der Betreiber ist es, dass die Kunden die Zahlungslösung, die sie in ihrem Wohnsitzland gewohnt sind, auch in anderen europäischen Ländern nutzen können.

So kann ein Kunde mit MB Way Zahlungen bei Händlern in Spanien oder Belgien tätigen, sofern der Händler an ein lokales System angeschlossen ist, das eine Vereinbarung mit SIBS hat.

Auf Nachfrage gab die SIBS weder die Investitionssummen für diese Interoperabilitätsprojekte zwischen Zahlungsunternehmen noch die Geschäftsziele bekannt.