Ein statistischer Bericht der Plattform Playerstime, in dem die Bierpreise in den 16 nordamerikanischen Stadien analysiert wurden, in denen das Turnier stattfindet, zeigt, dass die Fans der Nationalmannschaften mit einem starken Anstieg der Getränkepreise im Vergleich zu den auf der Iberischen Halbinsel üblichen Preisen rechnen müssen.

Beim bevorstehenden Spiel Portugals gegen Kolumbien, das am Sonntag im Hard Rock Stadium in Miami Gardens stattfindet, kostet ein 0,5-Liter-Bier durchschnittlich 10,39 € (etwa 12 $).

Auch wenn dieser Preis für den durchschnittlichen portugiesischen Fan hoch erscheinen mag, zählt der Austragungsort in Florida zu den günstigsten Stadien dieser Weltmeisterschaft.

Andere Austragungsorte

In anderen Austragungsorten steigen die Preise auf deutlich höhere Niveaus und liegen zwischen 16 € und 21 € pro Einheit. An der Spitze der Liste der teuersten Austragungsorte steht das Levi’s Stadium in San Francisco, wo ein einzelnes Bier den Rekordpreis von 21,20 € erreicht.

Es folgen das Arrowhead Stadium in Kansas City mit 16,01 €, das Lumen Field in Seattle mit 16,00 € und auf Platz vier das Boston Stadium, wo Fans 15,58 € pro Getränk bezahlen müssen.

Für Fans, die aus Portugal anreisen, wird die Auswirkung dieser hohen Preise im Vergleich zu den Durchschnittspreisen für Fassbier in den großen portugiesischen Städten deutlich.

Preisunterschied

Wer aus Lissabon, Porto, Aveiro oder Braga anreist, wo der lokale Durchschnittspreis bei 3,00 € liegt, zahlt in den nordamerikanischen Stadien 246,20 % mehr als in einem typischen lokalen Restaurant oder einer Bar. Konkret bedeutet dies, dass die Kosten für ein einziges Getränk in Miami dem Kauf von mehr als drei Bieren zu Hause entsprechen.

Noch ausgeprägter ist diese Preisdifferenz für Fans aus Funchal in der Autonomen Region Madeira, wo der übliche Preis von 2,50 € für ein Bier vom Fass im Stadion einem Aufschlag von 315,44 % entspricht. Der extremste im Bericht festgestellte Kontrast betrifft jedoch die Stadt Coimbra.

Basierend auf den neuesten Marktdaten für diese Universitätsstadt kostet ein lokales Bier etwa 2,00 €; folglich liegt der im Hard Rock Stadium in Miami verlangte Preis um 419,30 % höher und beträgt mehr als das Fünffache des Referenzpreises auf portugiesischem Boden.

Auswirkungen der Analyse

Aleksandra Dimitrova, Datenanalystin und Autorin der PlayersTime-Studie, kommentierte die Auswirkungen der Analyse auf das Turniergeschehen und stellte die Relevanz dieser Zahlen im Zusammenhang mit dem gesamten Fanerlebnis dar: „Während Portugal selbstbewusst durch die Weltmeisterschaft marschiert, steigen die Erwartungen an die Nationalmannschaft weiter an.

Die Mannschaft hat die Gelassenheit, die technische Qualität und die Offensivstärke gezeigt, die sie zu einem der stärksten Anwärter des Turniers machen, und die Fans hoffen zunehmend auf einen erfolgreichen Verlauf in der K.o.-Runde.“

„Für mitgereiste Fans geht das WM-Erlebnis jedoch weit über das Geschehen auf dem Spielfeld hinaus. Portugal ist nach wie vor eines der günstigsten europäischen Länder, was Bier angeht, was den Kontrast in Nordamerika besonders deutlich macht, wo selbst ein relativ erschwinglicher Veranstaltungsort wie das Hard Rock Stadium für ein einzelnes Getränk ein Vielfaches dessen verlangt, was Fans zu Hause normalerweise bezahlen würden. Diese Diskrepanz spiegelt einen allgemeinen Trend bei der Weltmeisterschaft wider, bei der überhöhte Preise in den Stadien zu einem immer auffälligeren Bestandteil des Spieltags geworden sind. Für Fans, die Portugals Weg durch Nordamerika verfolgen, erinnert der Preis für ein Bier daran, dass die größte Bühne des Fußballs oft mit ebenso hohen Preisen abseits des Spielfelds einhergeht“, erklärte sie.

Das Phänomen der Preissteigerungen bei Großsportveranstaltungen in Nordamerika ist ein wachsender Trend in der Unterhaltungsbranche.

Da die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft näher rückt, wird ein weiterer Anstieg der Zuschauerzahlen erwartet, was den Konsum von Konsumgütern in den Stadien als hochprofitablen Bestandteil für die Veranstalter und als entscheidenden Faktor bei der Finanzplanung für Zehntausende reisender internationaler Fans festigt.