Im vergangenen April wurde bekannt gegeben, dass mehr als 61.000 digitalisierte Kulturgüter aus portugiesischen Museen, Denkmälern, Schlössern und archäologischen Stätten online verfügbar sind und von jedem, überall auf der Welt, eingesehen werden können.

Die digitalisierten Kulturgüter sowie virtuelle Rundgänge durch Gebäude, darunter Museen, Klöster und archäologische Stätten, konnten damals über zwei Websites abgerufen werden: https://arquiva.patrimoniocultural.gov.pt/ oder https://makingof360.patrimoniocultural.gov.pt/.

Es war jedoch bereits bekannt, dass diese Inhalte später auf einem Online-Portal bereitgestellt werden sollten, das sich damals in der Endphase befand.

Das Kulturministerium teilt mit, dass dieses Portal „Cultural Heritage 360®“ (360.patrimoniocultural.gov.pt) nun verfügbar ist und immersive virtuelle Rundgänge, Multimedia-Inhalte sowie mehr als 60.000 digitalisierte bewegliche Kulturgüter vereint, wobei Technologien wie hochauflösende Fotografie, Photogrammetrie, Laserscanning und 3D-Modellierung.

„Es ist ein Projekt, das das Wissen, die Geschichte und die Identität unseres Landes für jeden zugänglich macht, unabhängig vom geografischen Standort, und gleichzeitig die Erhaltung und Weitergabe dieses Erbes an künftige Generationen stärkt“, sagte die Ministerin für Kultur, Jugend und Sport, Margarida Balseiro Lopes, die in der Erklärung zitiert wurde.

Die digitalisierten Kulturgüter wurden zuvor von den Leitern von Museen, Denkmälern, Schlössern und archäologischen Stätten ausgewählt; darunter befinden sich als „Nationalschatz“ eingestufte Objekte sowie Objekte unterschiedlicher Größe, Art und Materialbeschaffenheit, wie beispielsweise ein kleines Goldschmiedewerk, ein Kleidungsstück, ein Gemälde, eine Fotografie oder eine mehrere Tonnen schwere Skulptur.

Das Portal ermöglicht die Suche nach Thema, Ort oder historischer Epoche.

Nach Angaben des Kulturministeriums umfasst es 232 nationale Schätze und bietet 67 virtuelle Rundgänge durch 90 Kulturerbestätten in 45 Gemeinden in 17 Bezirken, darunter das Kloster von Batalha, die Kathedrale von Évora, den Nationalpalast von Mafra, die Festung von Sagres und das Nationale Musikmuseum.

Das Projekt „Kulturerbe 360“ wurde aus dem Wiederaufbau- und Resilienzplan (PRR) mit rund 14,4 Millionen Euro finanziert.