Die Möglichkeit des Zugangs zur Impfung für gesunde Jugendliche besteht derzeit nicht, da die Altersgruppe der über 18-Jährigen weiterhin geimpft wird und Jugendlichen und Heranwachsenden mit gesundheitlichen Grunderkrankungen Vorrang eingeräumt wird", so die DGS. In einer Klarstellung, die Lusa am Sonntag übermittelt wurde, vertrat die DGS nach Anhörung des Fachausschusses für die Impfung gegen Covid-19 die Auffassung, dass "jeder Jugendliche im Alter von 12-15 Jahren die Möglichkeit haben sollte, sich bei medizinischer Indikation impfen zu lassen", ohne jedoch zu präzisieren, wann diese Impfung stattfinden soll.

Nach der Norm, die die vorrangigen Krankheiten für die Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren festlegt und die am Mittwochabend aktualisiert wurde, müssen diese Jugendlichen mit gesundheitlichen Grundproblemen an dem Tag, an dem sie zur Impfung aufgerufen werden, in Begleitung ihres Erziehungsberechtigten in den Impfzentren erscheinen. Die DGS legt fest, dass Kinder zwischen 12 und 15 Jahren, die an einer aktiven Krebserkrankung, Diabetes, Fettleibigkeit oder chronischem Nierenversagen leiden, zu denjenigen gehören, die vorrangig gegen Covid-19 geimpft werden sollten. In der Norm werden auch Transplantation und Immunsuppression als vorrangig zu impfende Krankheiten festgelegt.

Der Norm zufolge gehören auch neurologische Erkrankungen dazu, darunter zerebrale Lähmungen und Muskeldystrophien, Entwicklungsstörungen wie Trisomie 21 und schwere und tiefgreifende intellektuelle Entwicklungsstörungen. Chronische Lungenerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen wie schweres Asthma und Mukoviszidose gehören ebenfalls zu den Prioritäten.

In der DGS heißt es: "Wie bei den prioritären Krankheiten für Phase 1 und Phase 2 (Personen ab 16 Jahren) kommen Jugendliche mit diesen Krankheiten für eine Impfung in Frage, nachdem sie von den Assistenzärzten über das elektronische Rezept identifiziert wurden". "In klinisch begründeten Ausnahmesituationen ist es auch möglich, Personen ab 16 Jahren zu impfen, wobei der Arzt eine Person für eine prioritäre Impfung überweisen muss", heißt es in der Norm.