"Es wurde [im Juli] eine einstweilige Verfügung eingereicht. Der Grund dafür war, dass der Zeitraum für die öffentliche Anhörung als zu kurz angesehen wurde. Die portugiesische Umweltagentur (APA) hat mit Hilfe von Águas do Algarve geantwortet, und das Gericht hat zugunsten der APA entschieden", so Maria da Graça Carvalho gegenüber Lusa.
Die einstweilige Verfügung wurde im Juli letzten Jahres von der Plattform für nachhaltiges Wasser eingereicht, die die Dauer und die Bedingungen der öffentlichen Anhörung zum Umweltverträglichkeitsbericht des Ausführungsprojekts (RECAPE) beanstandete und einen "Mangel an Transparenz und unzureichende Zeit für die Analyse der Unterlagen" geltend machte, was als "Verletzung des Rechts auf Beteiligung der Öffentlichkeit" angesehen wurde.
Nach der Klage ordnete das Verwaltungsgericht Loulé die Aussetzung der laufenden öffentlichen Anhörung an, und die APA focht die Verfügung an. In dem Gerichtsurteil zugunsten der APA, das Lusa zur Verfügung stand und das von Richter Diogo Pereira Santos unterzeichnet wurde, heißt es, dass die einstweilige Verfügung "wegen fehlender Rechtskraft" abgelehnt wurde.
Nach Angaben des Ministers für Umwelt und Energie ermöglicht diese Entscheidung "die Einhaltung des für das Projekt festgelegten Zeitplans", der als strategisch wichtig für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region im Bereich Wasser angesehen wird.
Zusicherungen
Der Umweltminister versicherte, dass das Projekt innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens abgeschlossen werden wird: "Die öffentliche Konsultation wird offen sein. Ich denke, zwei oder drei Tage lang. Dann wird die endgültige Entscheidung auf der Grundlage der öffentlichen Anhörung getroffen, und der Bau kann unmittelbar danach beginnen".
"Ich gratuliere der Agentur APA und Águas do Algarve, die ihre Antwort auf die Vorsichtsmaßnahme gut formuliert haben", so Maria da Graça Carvalho abschließend. Der Bau der Entsalzungsanlage in der Gemeinde Albufeira ist Teil des regionalen Wassereffizienzplans der Algarve und stellt eine Investition von mehr als 100 Millionen Euro dar, die aus dem Konjunkturprogramm (RRP - Recovery and Resilience Plan) finanziert wird.
Die Anlage wird eine anfängliche Produktionskapazität von 16 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr haben, die auf 24 Millionen erweitert werden kann, und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein.







