Ein kultureller Schrei, der so laut ist, dass man ihn noch immer spüren kann.

Als die Zeitschrift Orpheu 1915 auf den Markt kam, wurde die Kunst- und Intellektuellenszene Lissabons auf den Plan gerufen. Und das mit gewaltigen Wellen.

An ihr arbeiteten die damals unbekannten Künstler Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro und Almada Negreiros.

Heute sind sie alle bekannt. Sie alle betraten die Kulturszene, indem sie ein modernes Magazin schufen, das gegen den Strich ging, was damals üblich war.

Obwohl nur 2 Ausgaben veröffentlicht wurden, wurden sie von der Öffentlichkeit als verrückt bezeichnet. Sie ahnten nicht, dass die Arbeit der Orpheu-Gruppe die Kunstszene Portugals auch mehr als 100 Jahre später noch prägen würde.

Mário de Sá-Carneiro, der 1916 auf tragische Weise verstarb, war als tragischer Dichter bekannt. Sein Stil dringt tief in die menschliche Verletzlichkeit ein.

Jose Almada Negreiro war der visuelle Motor der Zeitschrift. Er lebte bis 1970. Er hinterließ ein starkes Vermächtnis, das mehr als nur Kunst umfasst.