Es wird nicht durch Zufall geschehen. Es wird eine Strategie sein.
Das Abkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur verändert den wirtschaftlichen Rahmen zwischen den beiden Seiten des Atlantiks grundlegend. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten haben südamerikanische Unternehmen nun einen privilegierten Zugang zu einem europäischen Markt mit 450 Millionen Verbrauchern, mit klaren Regeln, niedrigeren Zöllen und institutioneller Vorhersehbarkeit. Und in diesem neuen Raum der Möglichkeiten erweist sich Portugal als der logischste, effizienteste und sicherste Einstiegspunkt.
Vor allem Brasilien findet in Portugal eine Kombination vor, die in keinem anderen europäischen Land zu finden ist: eine gemeinsame Sprache, kulturelle Nähe, rechtliche Affinität, bereits konsolidierte Geschäftsnetzwerke und ein zunehmend wettbewerbsfähiges Geschäftsumfeld.
Aber es gibt noch mehr. Sehr viel mehr.
Portugal bietet heute etwas, das nur wenige europäische Volkswirtschaften gleichzeitig vorweisen können: politische Stabilität, Steuerdisziplin, ein solides Finanzsystem, hochqualifizierte Talente, kontrollierte Betriebskosten, Zugang zu wettbewerbsfähiger Energie und eine geografische Lage, die eine natürliche Brücke zwischen Europa, Afrika und Amerika bildet.
Für ein brasilianisches Unternehmen, das sich internationalisieren möchte, ist Portugal nicht nur ein Testmarkt. Es ist eine Startrampe.
Hier kann es seine Europazentrale einrichten, den Betrieb strukturieren, Entscheidungszentren schaffen, Logistik- und Technologiezentren einrichten und von hier aus mit großer Effizienz nach Spanien, Frankreich, Deutschland, in die Benelux-Länder und auf den gesamten europäischen Markt expandieren.
Diese Bewegung hat bereits begonnen. Sie ist in den Bereichen Technologie, Fintech, Industrie, Energie, Immobilien, Gesundheit, Logistik und Unternehmensdienstleistungen zu beobachten. Mit dem neuen EU-Mercosur-Abkommen wird sich dieser Fluss tendenziell noch erheblich beschleunigen.
Darüber hinaus bietet Portugal etwas, was in der heutigen Welt immer seltener wird: Vorhersehbarkeit. In einem internationalen Kontext, der von Zöllen, Handelsspannungen, regulatorischer Instabilität und politischer Volatilität geprägt ist, gilt Portugal als sicherer Hafen innerhalb der Europäischen Union. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Entscheidung jedes Verwaltungsrats.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Ökosystem. Universitäten, Forschungszentren, Gründerzentren, Technologieparks, Industriecluster und Investitionsnetzwerke sind jetzt miteinander verbunden und bereit, große internationale Projekte aufzunehmen. Das Land hat gelernt, ausländische Investitionen aufzunehmen, sie zu integrieren und wachsen zu lassen.
Das EU-Mercosur-Abkommen schafft diese Realität nicht. Es verstärkt sie.
Für Brasilien ist Portugal nicht nur das Tor zu Europa. Es ist der natürliche Partner für eine neue Phase der Internationalisierung, die besser strukturiert, anspruchsvoller und nachhaltiger ist.
Und für Portugal ist dies eine historische Chance, sich im 21. Jahrhundert als atlantisches Wirtschaftszentrum zu behaupten.
Die Karte des globalen Handels wird neu gezeichnet. Portugal befindet sich in einer der wertvollsten Positionen auf dieser neuen Landkarte.








