In dem Entschließungsentwurf - der keine Gesetzeskraft hat, da es sich um eine Empfehlung an die Exekutive handelt - argumentiert die Chega-Fraktion, dass "ungeachtet der anerkannten Verdienste" der derzeitigen Initiative "das derzeitige Modell angesichts der Anforderungen und Gefahren des aktuellen internationalen Sicherheitskontextes eindeutig unzureichend ist".

"Dieses Format, das nur einen Tag dauert, erlaubt keine Art von Ausbildung oder die Durchführung von Aktivitäten, die junge Menschen wirklich auf die Herausforderungen von heute und die Ungewissheiten der Zukunft vorbereiten. Daher ist eine grundlegende Neuformulierung dieses Modells notwendig", heißt es in dem Entschließungsentwurf.

Nationale Verteidigungswoche

Die von André Ventura geführte Partei schlägt die Einrichtung einer nationalen Verteidigungswoche vor, "mit einer Mindestdauer von fünf Arbeitstagen", in der "nicht nur die Informationsbereiche deutlich erweitert werden (einschließlich Themen wie Cybersicherheit, Zivilschutz und Sensibilisierung für hybride Bedrohungen), sondern auch militärische Inspektionen der einberufenen Bürger durchgeführt werden."

Komplementäre Aktivitäten

"Parallel dazu kann jeder Teil der Streitkräfte ergänzende Aktivitäten definieren, die er für seine Besonderheiten und operativen Bedürfnisse als angemessen erachtet", heißt es in dem Text, der diese Woche im parlamentarischen Ausschuss für Landesverteidigung diskutiert wird.

Chega argumentiert außerdem, dass "diese Neuformulierung dem portugiesischen Staat einen aktuelleren Überblick über die Bürger im mobilisierungsfähigen Alter verschafft und so die Planung und eventuelle Aktivierung von Mechanismen zur Verstärkung der Truppen in Notsituationen oder bei externen Bedrohungen erleichtert".

Verstärkung der militärischen Bereitschaft

"In einer Zeit, in der unsere europäischen Partner ihre militärischen Bereitschaftsmechanismen verstärken und junge Menschen für Verteidigungsfragen sensibilisieren, kann Portugal dieser Realität nicht gleichgültig gegenüberstehen", argumentiert die Partei.

Die Partei argumentiert, dass es angesichts des neuen Kontextes der Instabilität und Unvorhersehbarkeit zwingend notwendig ist, dass Europa und insbesondere Portugal eine Haltung der größeren Bereitschaft und Widerstandsfähigkeit im Bereich der Verteidigung einnimmt".

Für Chega können diese Bemühungen "nicht auf den rein militärischen Bereich beschränkt werden", sondern erfordern ein "viel breiteres Bewusstsein in der Gesellschaft für Fragen im Zusammenhang mit Souveränität, Sicherheit und Verteidigung."

Vorbereitung der jüngeren Generationen

In diesem Zusammenhang hält die Partei "die Vorbereitung der jüngeren Generationen für besonders wichtig", da sie "die letzte Verantwortung für den Fortbestand Portugals als souveräner Staat in einer von Ungewissheit geprägten Zukunft tragen werden".

Derzeit ist der Nationale Verteidigungstag (DDN) eine obligatorische Initiative für Bürger ab 18 Jahren, die darauf abzielt, junge Bürger für Verteidigungsfragen zu sensibilisieren und die Rolle der Streitkräfte durch verschiedene Aktivitäten bekannt zu machen.