Das System heißt SDR und ist für den 10. April angekündigt. Die Automaten im ganzen Land werden Einweg-Plastik- und Metallflaschen bis zu drei Litern annehmen und die entsprechende Erstattung ausdrucken.
Die Verantwortlichen für das System warnen davor, dass einige Flaschen und Dosen von den Automaten nicht angenommen werden können. Das liegt daran, dass sie noch nicht mit dem Symbol versehen sind: einem hufeisenförmigen Pfeil und dem Wort "Rückgabe". In diesem Fall sollte der Verbraucher sie in die entsprechende Recyclingtonne werfen.
Lang ersehnter Plan
Das Pfand- und Rückerstattungssystem (DRS, in Portugal auch als SDR oder Volta bekannt) ist seit 2017 geplant. Ein Gesetz aus dem Jahr 2018 sah vor, dass es bis zum 1. Januar 2022 einsatzbereit sein sollte, aber es wird erst jetzt in Betrieb genommen. Die Investitionen belaufen sich auf 150 Millionen Euro, und es werden 1.500 Arbeitsplätze erwartet.
Erfahrungen mit anderen Ländern
Auf der Grundlage von Erfahrungen in anderen Ländern wird das System nach Angaben von SDR Portugal, der Verwaltungsgesellschaft von Volta, die Sammlung von viel mehr Einweg-Getränkeverpackungen ermöglichen, mit dem Ziel, bis 2029 90 % zu erreichen.
Die erwartete höhere Verwertung, die die Kreislaufwirtschaft stärkt und die Recyclingquoten erhöht, wird durch eine Erstattung von 10 Cent pro Behälter (unabhängig von der Größe) erreicht.
Größtes Umweltprojekt
All dies macht das DRS zu einem der größten Umweltprojekte, die Portugal derzeit durchführt. Dies wurde letzten Monat während einer Systempräsentation durch die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, festgestellt.
Die Ministerin erinnerte daran, dass der Abfallsektor nach wie vor zu den "schwierigsten" Bereichen gehört, in denen europäische Ziele erreicht werden müssen, und wies erneut darauf hin, dass die Portugiesen ihren Abfall nicht ausreichend reduzieren oder trennen.
Der jüngste Bericht der Regulierungsbehörde für Wasser- und Abfallwirtschaft (ERSAR), der im März veröffentlicht wurde und sich auf das Jahr 2024 bezieht, zeigt, dass die Abfallsammel- und Recyclingquoten weiterhin niedrig sind.
Diese Situation kann jetzt geändert werden. Einweg-Getränkeverpackungen werden helfen.
Recycling in den Automaten
Ab dem 10. April können Einweggetränkeverpackungen, sofern sie das Volta-Symbol tragen, unversehrt und trocken sind, einen Deckel haben und mit einem Strichcode versehen sind, an jedem der 2 500 Automaten im ganzen Land, an mehr als 8 000 manuellen Sammelstellen und an 48 Kiosken für Großanlieferungen angenommen werden. Diese werden z. B. in der Nähe von Supermärkten aufgestellt. Der Automat zerkleinert die Verpackungen und erstattet 10 Cent.
Übergangsphase
Bis zum 10. August werden in einer Übergangsphase natürlich die gleichen Produkte verkauft, allerdings einige ohne das Logo und daher von den Automaten nicht akzeptiert. Allerdings hat der Verbraucher beim Kauf auch nicht das 10-Cent-Pfand gezahlt.
Ziel des Projekts
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der SDR Portugal, Leonardo Mathias, erklärte, dass das Projekt auf die 2,1 Milliarden Plastik- und Aluminiumflaschen abzielt, die jedes Jahr verwendet werden.
Mit diesem System kann die Vermüllung der Straßen verringert werden. Das Recycling kann verbessert werden. Die Deponieentsorgung kann verringert werden. Die Förderung der Kreislaufwirtschaft verringert auch die Treibhausgasemissionen.
Wichtige Beiträge
Dies sind die wichtigsten Beiträge der Verbraucher: die 10,7 Millionen Einwohner und 29 Millionen Touristen pro Jahr. Sie verdienen dabei kein Geld, denn die 10 Cent werden als Pfand auf den Preis des Getränks aufgeschlagen. Sie werden in Form eines Gutscheins zurückgegeben, der unter anderem gegen Bargeld oder Rabatte in Geschäften eingelöst werden kann.
Die Automaten nehmen jeweils eine Packung an. Sie zeigen dann die Erstattungsmöglichkeiten an.
Nach Angaben der Verwaltungsgesellschaft haben sich 90 % der Erfrischungsgetränke-, Wasser- und Bierindustrie und 80 % der Einzelhändler Volta angeschlossen.
Die Europäische Union möchte, dass die Hersteller bis 2040 mindestens 65 % recyceltes Material in Einwegplastikflaschen verwenden.
Das SDR-System wird bereits in mehreren europäischen Ländern eingeführt, darunter Deutschland, Österreich und Dänemark, und sammelt jährlich mehr als 35 Milliarden Verpackungen für rund 357 Millionen Einwohner.








