Ziel ist es, in beiden Städten Museumszentren einzurichten: in Portimão in der Festung Santa Catarina und in Lagoa in der Mexilhoeira da Carregação, erklärte Isabel Soares vom Stadtrat von Portimão.
Die Beamtin sprach während der öffentlichen Präsentation des MUSA-Projekts - Musealisierung archäologischer Funde vom Grund des Flusses Arade -, das mit einem Budget von 3,4 Millionen Euro ausgestattet ist und dessen Protokoll heute von mehreren Einrichtungen unterzeichnet wurde.
Neben physischen und virtuellen Museumsräumen sieht das Projekt auch die Schaffung eines besuchbaren archäologischen Unterwasserreservats in diesem Fluss vor, in dem Überreste aus der Zeit der römischen Besetzung dieses Gebiets bis ins 19.
Laut der Leiterin der Abteilung Museen, Kulturerbe und historisches Archiv des Museums von Portimão ist der Fluss Arade eine Art "sehr wichtiges Archiv des Kulturerbes" für die Region und das Land, und das Projekt konzentriert sich auf einen "recht innovativen" Ansatz.
Isabel Soares wies auch darauf hin, dass zusätzlich zu dem, was durch Ausgrabungen aus dem Fluss geholt werden soll, 1.800 Artefakte unter der Obhut des Nationalen Zentrums für Nautik und Unterwasserarchäologie(CNANS) stehen, die ebenfalls Teil des Projekts sein werden.
Der Beamte erinnerte daran, dass die Intensität und der Umfang der Baggerarbeiten, die zwischen den 1960er und 1990er Jahren im Fluss durchgeführt wurden, "enorme Auswirkungen" auf das erhaltene archäologische Erbe hatten, andererseits aber auch eine Warnung für zukünftige Situationen darstellten.
Das MUSA-Projekt wird von den Gemeinden Portimão und Lagoa in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Institut für kulturelles Erbe und der Koordinations- und Regionalentwicklungskommission(CCDR) der Algarve gefördert und durch das ALGARVE-Regionalprogramm 2030 finanziert.
Das MUSA-Projekt wird die Forschung fördern und die Erhaltung und Musealisierung der im Flussbett des Arade entdeckten versunkenen Funde in einem Gebiet zwischen Portimão und Lagoa im Bezirk Faro sicherstellen, in dem sich eine der wichtigsten archäologischen Unterwasserstätten Portugals befindet.
Zu den geplanten Projekten gehören archäologische und labortechnische Kampagnen, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen, eine Ausstellung am Ufer des Arade, die Umgestaltung des bestehenden Zentrums für Unterwasserarchäologie in Portimão und des Museumszentrums in Lagoa sowie wissenschaftliche Maßnahmen zur Verbreitung und zum Austausch von Wissen.
Die feierliche Unterzeichnung des MUSA-Projektprotokolls fand unter dem Vorsitz der Kulturministerin Margarida Balseiro Lopes statt.








