Nach den neuesten Zahlen von Eurostat belegte Portugal unter den EU-Mitgliedstaaten den 10. Platz beim jährlichen Wachstum der Wohnimmobilienverkäufe. Das ist zwar nach wie vor ein starkes Ergebnis, bedeutet jedoch eine Verlangsamung im Vergleich zu 2024, als die Transaktionen um 15,2 % zunahmen.

Die größten Zuwächse wurden in Luxemburg, Ungarn und den Niederlanden verzeichnet, die alle im Jahresvergleich ein Wachstum von mehr als 20 % verzeichneten. Auch mehrere andere Länder, darunter Irland, Slowenien und Litauen, meldeten ein stärkeres Wachstum als Portugal.

Nicht jeder Immobilienmarkt entwickelte sich in die gleiche Richtung. In Frankreich, Finnland, Österreich und Estland gingen die Immobilienverkäufe zurück, während sich in einer Handvoll Länder im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas änderte.

Obwohl die Aktivität auf dem portugiesischen Immobilienmarkt weiter zunahm, deutet das langsamere Tempo darauf hin, dass Käufer nach mehreren Jahren außergewöhnlich starker Nachfrage vorsichtiger werden. Dennoch bleibt das Land einer der aktiveren Immobilienmärkte Europas.

Die Zahlen erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem Portugal weiterhin steigende Immobilienpreise verzeichnet. Jüngste Eurostat-Daten zeigten, dass die Immobilienpreise im Land im ersten Quartal 2026 schneller stiegen als irgendwo sonst in der Europäischen Union, was den anhaltenden Druck auf den Immobilienmarkt unterstreicht.