In seiner Rede vor dem 3. ständigen Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung sprach Almeida einen Vorschlag an, der bereits am 18. Dezember 2024 vom Stadtrat gebilligt worden war, nämlich die Aussetzung von Baukrediten in der Kategorie "Parkplatzdefizite". Diese von Livre vorgeschlagene Maßnahme wurde mit den Stimmen von PS, Livre, PCP, Bürger für Lissabon und Bloco da Esquerda angenommen, während die PSD/CDS-PP-Führung dagegen stimmte.

Die Änderung der Politik betrifft die städtische Verordnung über Anreize für städtische Vorhaben von kommunalem Interesse, die seit 2013 in Kraft ist. Im Rahmen dieses Systems können Bauvorhaben, die im öffentlichen Interesse liegen - wie erschwinglicher Wohnraum, die Wiederherstellung des kulturellen Erbes oder zusätzliche Anwohnerparkplätze in Gebieten, in denen dies nicht möglich ist - mit Baukrediten gefördert werden.

Die Überarbeitung der Verordnung begann im Jahr 2022 und hat bereits die Gutschriften für Energieeffizienz und bioklimatisches Design gestrichen, da solche Merkmale Standard sein sollten.

Almeida stellte eine Liste von Lissabonner Stadtteilen vor, in denen Parkraummangel herrscht, darunter Ajuda, Alvalade, Arroios, Bairro Alto, Baixa, Benfica, Estrela, Campo do Ourique, Campolide, Carnide Sul, Monsanto, Olivais, São Domingos de Benfica und São Vicente. Sie verwies auf erfolgreiche Parkprojekte in Carnide und Graça und kritisierte die Entscheidung der Opposition, diese Anreize ohne technische Begründung zu streichen.

"Wir haben gegen die Unverantwortlichkeit dieses Vorschlags gestimmt. Es gibt keine Rücksicht auf die Parkbedürfnisse der Anwohner - nur politisches Getue", sagte sie.

In dem Vorschlag von Livre wird argumentiert, dass Anreize für zusätzliche Parkplätze eine übermäßige Bautätigkeit und eine stärkere Abhängigkeit vom Auto fördern, was den Zielen der Stadt Lissabon in Bezug auf nachhaltige Mobilität und Kohlenstoffneutralität bis 2030 zuwiderläuft. Er fordert eine breitere Aussetzung von Baukrediten für überholte oder kontraproduktive Lösungen.

Der Vorschlag wird nun zur weiteren Diskussion und endgültigen Abstimmung an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet.