Diese Initiative ist Teil des Kulturprogramms der XVII. Internationalen Biennale für künstlerische Keramik in Aveiro und ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen der ICUA und dem Kunsthistoriker Carlos Xavier Reis.

Die Tradition der Keramik auf dem Gebiet des heutigen China reicht von der Jungsteinzeit (10. bis 3. Jahrtausend v. Chr.) bis in die heutige Zeit. Im Laufe der Zeit wurde die Qualität der Keramik durch technische Fortschritte immer besser und die Formen und Funktionen der Stücke wurden vielfältiger. Die Keramikkultur festigte sich und wurde immer komplexer, bis sie mit der Erfindung des Porzellans ein Niveau an Know-how und Dekoration erreichte, das sowohl in Asien als auch im Westen berühmt wurde.

Ziel dieser Ausstellung ist es, anhand von Objekten, die mit der Zubereitung und dem Genuss von Tee in Verbindung stehen, die Kunst der Keramikherstellung in China, insbesondere in der Provinz Yixing, darzustellen. Während einfachere und funktionale Formen geschätzt werden, zeigen viele Modelle ein großes dekoratives Interesse.

Teekannen in verschiedenen Formen, Farben und Größen zeichnen sich durch symbolische Dekorationen aus, die sich an historischen und religiösen Bezügen orientieren und auf Elemente der Flora und Fauna angewandt werden. So entstehen Bilder, die stark in der chinesischen Kultur verwurzelt sind und dazu dienen, Botschaften mit unterschiedlichen Interpretationen zu vermitteln.

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So sind Drachen, mythische Tiere, die seit langem eine starke symbolische Bedeutung haben, häufig vertreten und werden sowohl mit der Figur des Kaisers als auch mit dem Orient im Allgemeinen assoziiert. Im Bereich der Pflanzenformen stechen zum Beispiel Kürbisse und Lotusblumen hervor, die Wohlstand und Reinheit symbolisieren, weil sie makellos aus sumpfigen Gewässern wachsen.

Anhand von mehr als 60 Beispielen, die verschiedene Fertigkeiten vereinen, wird deutlich, wie chinesische Kunsthandwerker in der Lage waren und sind, Stücke zu schaffen, die sich durch die Einzigartigkeit ihrer ornamentalen Motive und das hohe Maß an handwerklicher Ausführung auszeichnen und Tradition und Innovation miteinander verbinden.

Die Teekannen sind nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch kleine Kunstwerke, die von einem Know-how zeugen, das auf uralte Zeiten zurückgeht und dessen älteste schriftliche Aufzeichnungen aus der Song-Dynastie (960-1279) stammen. Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Yixing-Teekannen zusammen mit den ersten Teelieferungen nach Europa gebracht und dienten als Vorbild für die ersten westlichen Teekannen.

Mit dieser Initiative soll einmal mehr die Zusammenarbeit zwischen China und Portugal im Bildungsbereich gestärkt und ein Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis und zur Freundschaft zwischen diesen beiden Ländern geleistet werden.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Januar 2026 montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr im Konfuzius-Institut der Universität Aveiro (Portugal) bei freiem Eintritt zu besichtigen.

Credits: Bild zur Verfügung gestellt; Autor: Kunde;

Das Konfuzius-Institut der Universität Aveiro wurde am 23. April 2015 in Zusammenarbeit mit Hanban (Büro des Internationalen Rates für den Chinesischen Sprachunterricht) und der Universität für Fremdsprachen Dalian (ULED) eingeweiht.

Dieses Institut soll die jahrhundertealten Beziehungen zwischen China und Portugal stärken, insbesondere durch die Unterstützung des akademischen Austauschs, der durch das Zentrum für Austausch und Zusammenarbeit zwischen China und dem Ausland des chinesischen Bildungsministeriums ermöglicht wird. Außerdem fördert es die chinesische Sprache und Kultur im Bezirk Aveiro, indem es alle Stufen des Mandarinunterrichts (Anfänger, Mittelstufe, Fortgeschrittene und höher) durch zertifizierte Chinesischlehrer anbietet und auch ein Bewertungszentrum für die HSK-, HSKK- und YCT-Prüfungen ist.

Das Konfuzius-Institut der Universität Aveiro ist auch für den Mandarinunterricht an Grundschulen in den Gemeinden São João da Madeira, Espinho und Estarreja zuständig und arbeitet mit privaten Einrichtungen zusammen, insbesondere mit dem Zentrum für integrale Bildung (São João da Madeira) und dem Institut Duarte Lemos (Águeda).

In den letzten zehn Jahren hat dieses Konfuzius-Institut die Veröffentlichung verschiedener literarischer, künstlerisch-kultureller, sprachlicher, historischer und politischer Studien gefördert und damit den interkulturellen Dialog zwischen China und Portugal gestärkt, was auch durch die Zeitschrift "Rotas a Oriente" (Wege nach Osten), eine jährliche Publikation wissenschaftlicher Forschungen im Bereich der chinesisch-portugiesischen Studien, unterstützt wird.