Am Beliche-Stausee in der Algarve ist die Öffnung der Schleusen für 14 Uhr geplant, am Odeleite-Stausee soll der Vorgang am Freitag um 10 Uhr wiederholt werden, so eine Quelle der portugiesischen Umweltbehörde(APA) gegenüber Lusa.

Der gleichen Quelle zufolge sollen die kontrollierten Abflüsse dazu dienen, "den Pegel des Stausees aus Sicherheitsgründen zu senken", wobei es sich um das zweite Jahr in Folge handelt, in dem präventive Abflüsse erforderlich sind.

"Nach mehr als 10 Jahren Trockenheit ist dies bereits das zweite Jahr in Folge, in dem vorbeugende Einleitungen vorgenommen werden, was sich positiv auf die ökologische Erholung der Flussufer auswirkt", heißt es in derselben Quelle.

Im vergangenen März war der Odeleite-Damm bereits Ziel einer vorübergehenden kontrollierten Ableitung zur Steuerung der Wassermenge gewesen, was seit 2018 nicht mehr geschehen war.

In einer Erklärung appellierte die Gemeinde Castro Marim an die Bevölkerung der Flussufer, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, da die Maßnahme "einen erheblichen Anstieg des Wasservolumens in den Flussufern und dem Guadiana verursachen könnte".

Zum Schutz von Menschen, Tieren und Eigentum sollten die Menschen daher vermeiden, sich in potenziell überschwemmungsgefährdeten Gebieten aufzuhalten und sich während der Abflusszeit nicht den Ufern der Bäche und des Flusses nähern.

Der Odeleite-Damm ist der wichtigste Staudamm an der Ostalgarve, der Beliche-Damm liegt flussabwärts in derselben Gemeinde im Bezirk Faro.

Nach Angaben der portugiesischen Umweltbehörde (APA) vom 22. Dezember sind die beiden Dämme zu 83 % (Odeleite) bzw. 75 % (Beliche) ausgelastet.

Aufgrund der Wasserknappheit rief die Regierung im Februar 2024 den Alarmzustand wegen Dürre an der Algarve aus und verhängte restriktive Maßnahmen für den städtischen Verbrauch, die Landwirtschaft und den Tourismus, die im Mai wieder gelockert werden sollten.